Vorlesen ist immer ein Hit: Vorlesetag!

Heute ist Vorlesetag! Da wollen wir Euch dieses schöne gemeinsame Erlebnis mit Euren Kids ganz besonders ans Herz legen. Aber zugleich meinen wir: Vorlesen ist immer toll!

“Mama, bitte lies mir die Geschichte vom Piraten auf der Insel vor! Biiiiiiiitttttte”! Manchmal glaube ich, mein Sohn hat einfach nicht genug Bilderbücher! 🙂 Jeden Abend muss ich ihm die Geschichte vom tapferen Piraten vorlesen! Dabei ist das Bücherregal im Kinderzimmer gut gefüllt. Jede Menge Bilder- und Vorlesebücher gibt es da.

Also warum immer wieder dieselbe Geschichte? Ich kann sie ja schon fast auswendig. Leider mein Sohn auch – wehe ich verändere ein Wort (dabei denke ich, etwas Abwechslung muss doch sein) oder kürze die Geschichte gar (wenn ich es schon gar nicht mehr aushalte) … Das wird natürlich sofort bemerkt und es gibt auch prompt Schimpfe für die Veränderungen beim Vorlesen. “Mammmmaaaaaaa, das geht ja gar nicht! Du schummelst!!!”

Sicherheit durch Vorlesen

Die Kinderpsychotherapeutin Mag. Sabine Zauner-Karpischek weiß, warum Kindern die Wiederholung beim Vorlesen so wichtig ist: „Das ist schon in Ordnung so. Kinder sollen ihre Lieblingsgeschichten so oft hören dürfen, wie sie sie brauchen. Die Wiederholung ist für Kinder wichtig, sie wirkt beruhigend!“

Vorlesen für Babys: Bücher machen schon den Kleinsten Spaß!

„Wiederholen bringt eine Verlässlichkeit mit sich. Das wiederum stärkt das Vertrauen, dass das Leben grundsätzlich gut ist, selbst wenn es manchmal Probleme gibt. Das gemeinsame Lesen stärkt die Beziehung zu den Bezugspersonen, aber auch zum Medium Buch. Beim wiederholten Betrachten der Bilder und Hören der Texte entdecken Kinder neue Details und Bedeutungen von Bildern, Wörtern oder Sätzen. Bücher, die uns besonders wichtig sind, begleiten uns oft durch mehrere Entwicklungsphasen – manchmal unser ganzes Leben lang. Ein Teil von mir ist sicher immer noch stark mit Pippi Langstrumpf (hier geht es zu Lindgrens Briefwechsel mit Sarah KLICK) identifiziert“, so die Psychotherapeutin, die Bilderbücher als kreatives Medium in der Kindertherapie und Elternberatung verwendet.

So weckt Ihr bei Euren Kids die Freude am Lesen

  • Bindet Bücher in Euren Familien-Alltag ein. Lest Ihr selbst gerne und viel? Wie immer ist das Vorbild die beste Erziehung.
  • Schafft einen Lieblingsort zum Vorlesen oder Bilderbücher-Ansehen: Der kann im Bett, auf der Couch, im Ohrensessel, auf einem Sitzpolster oder einfach am Boden sein. Kuscheln gehört dabei natürlich dazu!
  • Lesen ist in allen Altersstufen toll – auch wenn die Kleinen noch nicht selbst lesen können. Schon Babys schauen gerne Bücher an (einige Buchtipps für Babys findet Ihr hier KLICK).
  • Lasst Euer Kind selbst entscheiden, was es lesen möchte. Macht Vorschläge, aber lasst diese auch ablehnen. Bleibt neugierig darauf, was ihrem Kind gefällt, dadurch erfahrt Ihr was es gerade bewegt.
  • Ein Buch gefällt im Moment nicht? Stellt es wieder zurück ins Regal auf Augenhöhe des Kindes, vielleicht sucht es sich genau dieses ein anderes Mal aus – der Altersangabe zum Trotz.
  • Die Vielfalt ist entscheidend – Vorlesebücher, Bilderbücher, Wimmelbilderbücher, Hörbücher … Das Kind soll verschiedene Formen, Sprachen und Bilder von Büchern kennenlernen.
  • Und was ist eine “gute” Geschichte? Kinder finden Bücher – auch Bilderbücher – interessant, die inhaltsreich und spannend sind. Eine schöne, heile Welt muss nicht (immer) sein! 
  • Wenn die Kinder selbst lesen lernen, lasst sie umgekehrt auch Euch vorlesen. Anfangs am besten abwechselnd lesen, das ist einfacher und so geht die Freude nicht verloren.

FOTOS: pixabay.com

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