Ernährung Kinder: Plötzlich vegetarisch

Vegetarisch: Worauf kommt es für Kinder an?

Vegetarisch für Kinder? Wie können wir sicher sein, dass unsere Kinder trotzdem alles bekommen, was sie in der Wachstumsphase brauchen? Tipps von der Expertin rund um die fleischlose Ernährung mit Kindern …

Vegetarisch bei Kids im Vormarsch

Eltern oft besorgt

„Ach Mama, du weißt doch, dass ich kein Fleisch mehr esse.“ Hört Ihr diesen Satz auch immer öfter von Euren Kids? Das macht uns als besorgte Eltern oft ratlos. Wir möchten gerade unsere Heranwachsenden bestmöglich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wissen. Was muss ich also dabei beachten, wenn mein Kind plötzlich Vegetarier ist? Wie kann demach eine Umstellung in der Familienernährung stressfrei gelingen?

Wir haben uns dazu Tipps bei der Medizinerin und selbst betroffenen Mutter, Barbara Hauer, geholt. Ihre Erfahrungen mit ihrer plötzlich vegetarischen Tochter hat sie sehr pragmatisch in ihrem Ratgeber „Ich ess ab heute kein Fleisch mehr! Wenn aus Teenies Veggies werden“ (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2021) festgehalten.

Vegetarische Ernährung ein Risiko fürs Wachstum?

„Die Studienlage zu den Auswirkungen einer vegetarischen Ernährung bei Jugendlichen ist dünn“, hält Hauer fest. Bei (ovo-lakto-)vegetarisch ernährten Kindern gehen Untersuchungen aber von keinem erhöhten Risiko für Wachstums- und Entwicklungsstörungen aus. Wichtig ist jedoch bei den Jugendlichen eine ausreichende Aufnahme von Eisen, Vitamin D, Vitamin B12, Selen, Jod und Omega-3-Fettsäuren.

„Insbesondere bei Mädchen sollte mit Einsetzen der monatlichen Blutung auf eine ausreichende Eisen-Zufuhr geachtet werden“, rät Hauer. Aber auch für Burschen ist Eisen sehr wichtig. Es wird für den Sauerstofftransport im Blut, das Immunsystem, die Muskel- und Hirnentwicklung und die Lern- und Leistungsfähigkeit benötigt. Besonders reich an Eisen sind Hülsenfrüchte, Ölsamen, Getreide, Trockenfrüchte oder grünes Blattgemüse.

7 Tipps von Barbara Hauer

  • Täglich ein Glas (Butter-)Milch, Sojadrink Kefir oder einen Becher
  • Naturjoghurt
  • Haferflocken zum Frühstück
  • Mehrmals pro Woche ein Gericht mit Hülsenfrüchten oder Sojaprodukten
  • Bei Fleischersatzprodukten auf Proteingehalt und -quelle achten
  • Gelegentlich ein gekochtes Ei oder Eierspeise
  • Sesam oder andere Samen in den Smoothie oder ins Müsli
  • Nüsse oder Studentenfutter zum Knabbern, Nussmus für Saucen, Suppen etc.

Buchtipp

Wer mehr über eine ausgewogene Ernährung für Veggie-Kids wissen möchte und auf Rezeptsuche ist, dem empfehlen wir das soeben erschienene Buch von Barbara Hauer: Ich ess ab heute kein Fleisch mehr! Wenn aus Teenies Veggies werden. Der Leitfaden einer Mutter und Ärztin. TRIAS Verlag, Stuttgart. 2021

Zur Person: Dr. med. Barbara Hauer ist Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin und in Ernährungsmedizin fortgebildet. Trotz ihres Fachwissens: Die Entscheidung ihrer Teenie-Tochter, auf Fleisch zu verzichten, stellte auch die Medizinerin und zweifache Mutter vor eine große Herausforderung. Gemeinsam mit ihrer Tochter begab sie sich auf den spannenden Weg des Fleischverzichts.

Hintergrund

Die Zahl jener, die auf Fleisch verzichten nimmt stetig zu. Meist sind es junge Frauen und Mädchen (7,4 Prozent), wie eine aktuelle Erhebung zeigt in Österreich zeigt. Generell spielen bei den Beweggründen Umweltgedanken eine große Rolle. In Deutschland ernähren sich 10,4 Prozent der 15- bis 29-Jährigen fleischlos, davon 2,3 Prozent vegan. Der Gesamtanteil der Vegetarier bei den 12 bis 17-Jährigen beläuft sich auf etwa 5 Prozent.

Einen guten Überblick auf die verschiedenen Formen des Vegetarismus findet Ihr z.B. bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (hier KLICK).

Was bei der Ernährung von Kleinkindern beachtet werden soll könnt Ihr bei uns nachlesen (hier KLICK).

Fotos: (c) TRIAS Verlag, pixabay

Wie kann Elementarbildung funktionieren?

Tag der Elementarbildung: Bedarf im Kindergarten

Die Bildung unserer Kinder beginnt früh – im Kindergarten. Die Anforderungen an den “Bildungsgarten” sind hoch. Aber was braucht er? Forderungen anlässlich des Tages der Elementarbildung!

Bessere Rahmenbedingungen gefordert: #kindergartenbraucht

Anna geht gerne in den Kindergarten. Hier spielt sie mit ihren Freundinnen, macht aber auch gerne bei den Aktivitäten der PädagogInnen mit – Anna lernt im Spiel. Und für ihr Leben!

Frühkindliche Bildung legt einen wichtigen Grundstein für die Entwicklung unserer Kinder. Das betont die “Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien” anlässlich des Tages der Elementarbildung am 24.1.2021.

Aber die Anforderungen an den Kindergarten wachsen, sowohl die Kinder und Eltern (Tipps zur Kindergarten-Eingewöhnung findet Ihr hier KLICK), aber auch die Politik haben hohe Erwartungen und Vorgaben. Das ist gut, richtig und wichtig. Aber: Es ist auch dringend notwendig, dass auch die Rahmenbedingungen passen – und an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Elementarpädagogik angepasst werden.

Die Anforderungen im Detail

Der #kindergartenbraucht …

  • 1% vom BIP (derzeit 0,64%),
  • mehr fundiert ausgebildete PädagogInnen,
  • einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel,
  • mehr qualitative Bildungszeit,
  • mehr politische und gesellschaftliche Anerkennung,
  • ein österreichweit einheitliches Bundesrahmengesetz,
  • mehr qualifiziertes Zusatzpersonal aus verschiedenen Fachbereichen (Sonderkindergartenpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Psychologie, Sozialarbeit etc.) sowie
  • eine sofortige Ausbildungsoffensive.

Einheitliche Qualitätsstandards

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und auf gleiche Bildungschancen – und das von Beginn, also vom Kindergarten, an. Wesentlich ist daher, dass die politisch Verantwortlichen österreichweit einheitliche Qualitätsstandards definieren und die Rahmenbedingungen dafür bereitstellen. Nur so wird allen Kindern – egal welcher Herkunft – von frühester Kindheit an ein Bildungssystem geboten, das sie in ihrer individuellen Entwicklung begleiten und fördern kann.

Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht

Private Trägerorganisationen prägen als Bildungseinrichtungen die Palette der elementaren Bildung. Die vier großen Trägerorganisationen Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, KIWI-Kinder in Wien und die St. Nikolausstiftung bilden und betreuen in ihren Kindergärten und Horten in Wien insgesamt 28.123 Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren.

Dementsprechend vertreten die Trägerorganisationen auch bildungspolitische Forderungen. Und zwar als “Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien”. Ihre Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht soll rund um den 4. Tag der Elementarbildung auf dringend notwendige Reformen im Bereich der Elementarpädagogik aufmerksam machen.

Schaut am besten selbst: #kindergartenbraucht!

Fotos: Shutterstock/Krakenimages.com  (2), Kinderfreunde

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Virtuelle London-Tour für Kids

„Wenn ihr nicht nach London kommen könnt, dann kommt London eben zu euch!“ sagt Julia Huber. Die gebürtige Oberösterreicherin lebt in der britischen Metropole und hat sich auf Stadtführungen für Familien spezialisiert. In der Coronakrise hat sie ihre Touren kurzerhand in den virtuellen Raum verlegt und wir waren dabei!

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