Ernährung: Zu viel Zucker in Süßigkeiten

Den meisten Zucker nehmen Kinder und Jugendliche über Süßigkeiten auf. Hier erfahrt Ihr mehr über eine aktuelle Zucker-Studie …

Schleckereien, süße Säfte … auf Süßigkeiten springen leider so gut wie alle Kinder an (und auch wir Großen). Süßigkeiten stellen die größte Zuckerquelle für Kinder und Jugendliche dar. Das zeigt eine Untersuchung von ForscherInnen in Deutschland. Positiv indes ist, dass die Zuckerzufuhr generell zurück geht.

Heranwachsende lieben Zucker

Gelegentlich ein Stück Torte oder eine Tafel Schokolade – dagegen ist nichts einzuwenden, so lange es sich in einem vernünftigen Rahmen bewegt. Gerade junge Menschen sind besonders anfällig für eine hohe Zuckerzufuhr. Sie haben eine genetisch bedingte große Vorliebe für Süßes. Die Wissenschaftlerinnen von den Universitäten Bonn und Paderborn haben zwar erfreulicherweise festgestellt, dass seit 15 Jahren die Zuckerzufuhr bei den Kids rückläufig ist. Doch mit der Energiezufuhr mit 16 Prozent liegen die Kinder und Jugendlichen deutlich über den Empfehlungen der WHO von maximal zehn Prozent.

Süßigkeiten auf einem Tablett schön angerichtet.
Der Zuckerkonsum hat sich zwar reduziert, aber Süßigkeiten enthalten nach wie vor zu viel Zucker.

Die EpertInnen haben sind der Frage nachgegangen, wie sich die Zufuhr aus verschiedenen Zuckerquellen verändert hat. Zwischen 1985 und 2016 wurden über 1.300 Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 erfasst. Sie wurden drei Tage lang gewogen und es wurde protokolliert, welche Nahrungsmittel von der jeweiligen Person verzehrt worden waren.

Freier Zucker und Gesamtzucker sind nicht das Gleiche

Die Wissenschaftlerinnen fokussierten sich auf die Aufnahme von freien Zuckern als prozentualer Anteil der Tagesenergieaufnahme aus sieben Lebensmittelgruppen: Zucker und Süßigkeiten, Säfte, Milchprodukte, zuckergesüßte Getränke, süße Brote und Kuchen, Frühstückszerealien und anderen Quellen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen „freiem Zucker“ und „Gesamtzucker“. Mit “freier” Zucker ist der Zucker in der Nahrung gemeint, der vom Hersteller oder bei der Zubereitung im Haushalt zugefügt wird. Plus der Zucker aus Säften. Der Gesamtzucker berücksichtigt dagegen den kompletten Zuckergehalt eines Lebensmittels einschließlich der natürlich enthaltenen Zucker.

Zuckerwürfel in einem Glas.
Zu viel freier Zucker wird über Süßigkeiten und Zucker selbst aufgenommen.

Süßwaren an erster Stelle

Süßwaren und Zucker hatten den weitaus größten Anteil an der Zufuhr von freien Zuckern. Dann folgten Säfte, so Projektleiterin Dr. Ute Alexy von der Universität Bonn. In den Jahren 1985 bis 2005 standen die zuckergesüßten Getränke mit 15 Prozent an dritter Stelle. Milchprodukte waren in den Jahren 2006 bis 2016 mit zwölf Prozent die drittgrößte Quelle an der Zufuhr von freien Zuckern. Dr. Alexy: „Die Aufnahme von freien Zuckern aus süßen Broten und Kuchen sowie Frühstückszerealien war dagegen in sämtlichen Altersgruppen zu allen Zeitpunkten insgesamt gering.“

Analysen der Zeittrends zeigen, dass die Zufuhr von freiem Zucker aus Süßwaren und Zuckern als Hauptquelle bei Mädchen rückläufig war, allerdings in weit geringerem Maße als die Zufuhr aus anderen Quellen. So sank die Zufuhr an zuckergesüßten Getränken bei Jungen und Mädchen während der Konsum an freien Zuckern aus Säften zunächst bis 2000 anstieg, aber seit 2005 ebenfalls deutlich sinkt. Die Zufuhr an freien Zuckern aus Milchprodukten nahm bis 2010 leicht zu, ist seither jedoch wieder rückläufig.

Kind beim Naschen von Zuckerwatte.
Heranwachsende lieben süße Naschereien.

Tendenzen positiv – aber …

„Auch wenn der Rückgang der Zufuhr an freien Zuckern, insbesondere aus zuckergesüßten Getränken und Säften bereits eine erfreuliche Entwicklung ist, liegt die Zufuhr noch weit über den Empfehlungen“, sagt Dr. Alexy.

Wer mehr zum Thema Zucker wissen möchte, findet bei der AGES ( Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH ) weitere Infos. Bitte hier klicken.

Foto©: pexels.com, pixabay.com

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