Holundersirup: tolles Rezept zum selber Machen!

Wir haben ein leckeres Rezept für gesunden, guten Holundersirup für Euch. Kreiert hat es Ernährungswissenschafterin und Kinesiologin Mag. Julia Geißler-Katzmann von Julika. 

Der Holunder – er blüht weiß, aber seine Beeren sind nahezu schwarz. Er ist giftig, aber zugleich heilend. Besonders beliebt ist Holundersirup, gesund und nachhaltig und für Kinder bestens geeignet. Denn gerade in der heißen Jahreszeit heißt es wieder: ausreichend Trinken (mehr dazu hier KLICK).

Holunder ist eine uralte Heilpflanze

Viele schöne Geschichten ranken sich rund um den Holunder! Prof. Dieter Storl spricht von der Polarität, die diesen Baum umspannt. Er soll Leben bringen, aber auch den Tod: Verstorbene wurden früher auch auf Holerbuschästen gelagert. Sehr spannend ist auch die Deutung des Märchens der „Frau Holle“. Die man trifft, wenn man in die Unterwelt hinabsteigt. Die roten, reifen Äpfel oder das fertiggebackene Brot stehen als Symbole für die „reifen Seelen“ kurz vor der Wiedergeburt auf die Erde.

Der Holunder, auch Holler genannt, ist eine sehr alte Heilpflanze. In Nordeuropa erkannte man ihre Wirkung schon sehr früh.

  • Trocknet man die Blüten, so entsteht ein schweißtreibender Tee.
  • Erntet man die schwarzen Beeren (roh sind sie giftig) und verkocht diese zum bekannten „Hollerkoch“ so erhält man ein immunstärkendes, darmreinigendes Mus.
  • Hollersaft ist ein herrlicher, gesunder Durstlöscher!

Sirup selber machen: einfach, gut und gesund

Holunder eignet sich für Holundersirup und mehr

Die Pflanze ist sehr reizvoll, das steht fest. Viele stibitzen achtsam ein paar ihrer Dolden und fabrizieren etwas daraus! Leider regnet es hierzulande  genau zur Erntezeit der Holunderblüten sehr häufig. Idealerweise erntet man den Holler bei Sonnenschein und zumindest nach einem trockenen Tag, damit die Blüten den herrlich duftenden Blütenstaub tragen – der macht den typischen Holundersaft-Geschmack aus!

Holunderblütensirup schmeckt köstlich

Julia Geißler-Katzmann von Julika: Ich lieeebe es in der Küche kreativ zu sein, das ist meine große Leidenschaft! Und so hab ich fernöstlich inspiriert einen für uns neuen Hollersaft kreiert – und er schmeckt mir mega gut! Hier bekommt ihr gleich das Rezept.”

Viel Spaß beim Nachmachen des DIY Holundersirup!

Holundersirup selbst gemacht

Zutaten:

  • 30 Holunderblütendolden
  • 2-3 cm großes Stück geschälten Ingwer
  • 1 Zimtstange
  • 1 Bio-Zitrone
  • 700 g Zucker
  • 1 Liter Wasser
  • 2 TL Zitronensäure

Zubereitung:

  • Die Blütendolden kurz abschütteln und bitte nicht abspülen, es wäre schade um den Blütenstaub! Den grünen Stiel bis ganz zum Doldenansatz abschneiden und in einen Topf/ ein Glas geben.
  • Den Ingwer in kleine Stückchen schneiden (wenn man ihn reiben würde, wäre wahrscheinlich der Geschmack zu intensiv und könnte den Hollunder übertrumphen). Die Zitrone in Scheiben schneiden, und die Zimtstange in zwei Stücke brechen. Alles zu den Blütendolden geben.
  • Den Zucker mit der Zitronensäure im Wasser aufkochen und danach über die Dolden-Zimt-Ingwermischung gießen, kurz umrühren und möglichst die Blüten unter der Flüssigkeit halten.
  • Gut abdecken und an einem kühlen Ort (Kühlschrank, tiefer Keller) für 4 Tage stehen lassen. Jeden Tag mindestens einmal mit sauberem Kochlöffel umrühren und wieder abdecken.
  • Nach vier Tagen die gesamte Mischung im Topf noch einmal kurz aufkochen, die Blüten und die anderen „festen Bestandteile“ abseihen und alles durch ein Sieb in eine saubere, zuvor ausgekochte Flasche füllen.
  • Fest verschließen und fertig ist Dein Sirup!

Rezept: 

Julika, Mag. Julia Geißler-Katzmann
Selbstständige Ernährungswissenschafterin und Kinesiologin nach Dr. med Klinghardt
Schwerpunkte: Ernährungsökologie, Ernährungsbildung – Methodenschulungen, Allergien & Nahrungsmittelunverträglichkeiten; Gewichts-Coaching

www.julika.at
facebook:
https://www.facebook.com/Julika-770933596615913/

FOTOS: pixabay.com; Julika

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