Familie

Ausflugsziel: Ödenburg

Unser heutiger Familienausflug führt uns an ein ganz besonderes Ziel: nach Ödenburg / Sopron nahe bei Wien. Natur, Kultur, Kulinarik – hier wird für jeden Geschmack etwas geboten.


Die Landschaft zieht sich sanft hügelig hin. Erst weiter südlich geht sie in die typische ebene Steppenlandschaft der Pußta über, stellen wir auf unserem Familienausflug fest.In und rund um Ödenburg, auf Ungarisch Sopron, ähnelt die Gegend noch dem Burgenland – das ja erst nach dem ersten Weltkrieg zu Österreich kam. Verbunden waren die Länder Österreich und Ungarn aber über Jahrhunderte – in Personalunion des Kaisers von Österreich, der zugleich König von Ungarn war.

Familienausflug nach Ödenburg / Sopron in Ungarn

Familienausflug nach Ödenburg / Sopron in Ungarn

Ähnlich und doch anders – so empfinden wir auch Sopron. Die kleine Stadt liegt unweit der österreichisch-ungarischen Grenze südlich von Eisenstadt. Gerade einmal 45 Minuten fahren wir und schon sind erreichen wir den verträumten Ort. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Und doch hat sich viel getan seit unserem letzten Besuch. Die Spuren des Kommunismus hat man hier längst abgestreift.

Besuch in Ödenburg: Familienausflug zum Muttertag

Neue Bekannte 😉  in Ödenburg

Die Innenstadt ist heute von einer stilvoll-modernen Promenade umgeben. Zahlreiche Cafés und Eissalons laden dazu ein Platz zu nehmen und das geschäftige Treiben zu beobachten, Geschäfte bieten die Möglichkeit für Schnäppchen. Wer auf dem Familienausflug auch einen Shopping-Tripp plant, sollte aber gleich am Ortsrand die großen Einkaufszentren besuchen. Dort haben sich internationale Ketten niedergelassen.

Ödenburg – Familienziel mit Flair

Wir fahren weiter ins Zentrum. In der Touristen-Information holen wir uns Karten-, Prospekt- und Infomaterial für den Familienausflug nach Sopran / Ödenburg, übersichtlich und vor allem auf Deutsch. Wir erfahren: Die einstige Römersiedlung an der Bernsteinstraße entwickelte sich rasch und schon im 15. Jahrhundert war Sopron eine wichtige Stadt. An viele historische Entwicklungsschritte und Vorkommnisse erinnern heute die Baudenkmäler – nicht umsonst wurde der Ort mit dem „Europäischen Preis für Denkmalschutz“ ausgezeichnet. Geschichte gibt es hier für die ganze Familie hautnah zu erleben.

Imposant: der Feuerturm im Stadtzentrum

Imposant: der Feuerturm im Stadtzentrum

Wir starten unseren Rundgang am Feuerturm, errichtet auf den Fundamenten aus der Römerzeit. Von ihm aus entdeckten Turmwächter einst Feuer in der Stadt – heute bietet er BesucherInnen einen zauberhaften Rundblick. Die 200 Stufen auf den historischen Treppen erklimmen wir keuchend, aber es zahlt sich aus. Im Ticket-Preis inkludiert: der Besuch der Ausgrabungen des römischen Fundaments und eine Ausstellung zur Stadtgeschichte.

Kulinarische Pause

Einige Schritte weiter und wir sind mitten im alten Stadtzentrum. Da es inzwischen „Mama, Hunger“ heißt, kehren wir erst einmal ein – ein Familienausflug ohne kulinarische Pause geht ja auch gar nicht ;-).

Hmmm, Gulasch und andere Köstlichkeiten in den Lokalen am Hauptplatz!

Hmmm, Gulasch und andere Köstlichkeiten in den Lokalen am Hauptplatz!

Mit Ausblick auf den von barocken Bauten umgebenen Hauptplatz, Denkmäler und die Ziegenkirche genießen wir unser Gulasch. Ganz wie es sich in Ungarn gehört. Besonders begeistert sind wir von der Version aus Bohnen, Fleisch und Kartoffeln. Toll finden wir auch den Preis für unser köstliches Mittagessen, der deutlich unter dem liegt, was wir zu Hause für ein vergleichbares Essen bezahlt hätten.

So lebte man einst: das Storno-Haus in der "Museumsstadt"

So lebte man einst: das Storno-Haus in der „Museumsstadt“

Oedenburg

Gleich neben dem Lokal geht es ins Storno-Haus mit seiner interessanten Geschichte, ausgestattet von Franz Storno und seinen Nachkommen. Der Kaminfeger aus Eisenstadt kam durch Heirat zu Vermögen und machte sich als Restaurator einen Namen. Zu seiner Zeit war er einer der angesehensten Restauratoren der Monarchie.

Heute haben die Besucher ihre Freude an den unzähligen schönen Gegenständen, mit denen die Zimmer von einst eingerichtet und dekoriert sind. Wir können uns richtig gut vorstellen, wie die Menschen früher gelebt haben. Im 2. Stock lernen wir mehr über die Stadtgeschichte.

Kultur- und Naturerlebnisse

Sopron heißt nicht umsonst „Museumsstadt“ – vom Bäcker-, Apotheker- bis zum Eisenbahnlampenmuseum gibt es hier für jeden Geschmack Interessantes. Wie gut, dass die zauberhafte Stadt für uns so einfach zu erreichen ist. Da haben wir bestimmt Programm für weitere Familienausflüge.

Im grünen Umland Soprons

Im grünen Umland Soprons

Auch die Umgebung der Stadt hat einiges zu bieten – im Süden erstrecken sich Villenviertel, aber auch das Naturschutzgebiet Sopron. Im Grünen lässt es sich beim Wandern und Spazierengehen erholen, ein lohnendes Ziel ist der Karls-Aussichtsturm.

Von der Aussichtsplattform haben wir einen beeindruckenden Rundum-Blick bis zum in der Ferne glänzenden Neusiedlersee und den österreichischen Bergen Rax und Schneeberg. Und in der Naturkunde-Ausstellung erleben wir, wie gelungen man Kunst und Wissenschaft kombinieren kann: Künstler zeigen die Botanik von einer besonderen Seite.

Familienausflug mit süßem Programm

Nun heißt es aber: den Tag beschaulich ausklingen lassen. Wir entscheiden uns für einen Besuch in der Harrer Schokoladenwerkstatt, wo wir auf der modern-gemütlichen Sonnenterrasse traditionell inspirierte Mehlspeisen und Trinkschokolade-Kreationen genießen.

Schoko

Die Führung durch die Schoko-Manufaktur der österreichischen Konditoren-Dynastie findet täglich um 10 und 14 Uhr statt – heute sind wir dafür zu spät dran, aber für unseren nächsten Besuch merken wir uns die Termine gleich vor.

Besuch in der Harrer Schokoladenwerkstatt: lecker!!

Besuch in der Harrer Schokoladenwerkstatt: lecker!!

Kinder, Eltern und Oma sind müde, so sagen wir der Stadt für heute auf Wiedersehen. Die wechselvolle Geschichte hat der Region, die wie eine Enklave in österreichisches Staatsgebiet hineinragt, seine Stempel aufgedrückt und für ein vielfältiges Gesicht gesorgt. Und auch die Bevölkerung – von den Römern über Ungarn und Deutsche (Letztere wurden aus der Region nach dem Zweiten Weltkrieg überwiegend vertrieben, aber das deutschungarische Element spürt man noch heute. Sichtbares Zeichen: die zweisprachigen Ortsschilder).

In der Zeit des Kommunismus war Sopron von vielen Entwicklungen der modernen Zeit abgeschnitten – bis es beim so genannten Paneuropäischen Picknick aufhorchen ließ. 1989 durchbrachen mehrere 100 DDR-Bürger den Eisernen Vorhang – das war der Auftakt für seinen Fall. Eine Skulptur erinnert heute daran.

Mit einem Wort: Es wartet einiges Sehenswertes auf uns und wir beschließen recht bald wiederzukommen …

 

Weitere Infos

Einführung in die Stadtgeschichtehttp://turizmus.sopron.hu/de/info/sehenswertes/geschichte-von-sopron/geschichte-der-stadt-sopron.html

http://www.sopron.co.hu/tartalom/sopron_tortenete_de.htm

Kinderprogramme, Zoos, Spielplätze: http://turizmus.sopron.hu/de/info/alles-fur-kinder/index.html

Harrer Schokoladenwerkstatt und Konditorei: https://harrerchocolat.com/DE

 

 

 

 

 

FOTOS: privat

 

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