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Bindung ist für Babys wichtig – Attachment Parenting

Bindung und liebevolle Nähe sind das Um und Auf für Babys. Wie entspanntes „Attachment Parenting“ möglich ist, erfahrt Ihr hier. Es gilt vor allem: Auf das Bauchgefühl hören … 

Junge Eltern sind mit vielen Fragestellungen konfrontiert und übersehen dabei in der Sorge um das Neugeborene manchmal das Grundlegendste: Wichtig sind vor allem Liebe und Bindung – denn Geborgenheit macht Babys schlau, gesund und resilient. Und natürlich kommen von Freunden oder Verwandten viele wohlmeinende, aber oft ungebetene Zurufe, „wie man es richtig macht“. Da können die Nerven der frischgebackenen Eltern oft schon mal blank liegen. Die Zauberworte zum entspannten Eltern-sein heißen: Attachment Parenting.

Bindung

Liebe und Bindung sind die Basis für ein „Attachment Parenting“.

Bindung stärkt für´s Leben

Das Bedürfnis nach Bindung ist jedem Baby angeboren. Eine enge Bindung gibt jene Sicherheit, die nötig ist für eine gesunde seelische und körperliche Entwicklung. „Sicher gebundene Kinder haben Vertrauen in die Welt“, weiß die Kulturwissenschafterin Tatje Bartig-Prang. Mit ihrem Ratgeber „Bindung macht stark“ stellt sie eine alltagstaugliche Einführung ins „Attachment Parenting“ vor. Damit können Familien ihren ganz individuellen Weg hin zur bindungsorientierten Elternschaft finden, und erfahren, wie gut es tut, Nähe zuzulassen.

Bartig-Prang macht uns Eltern Mut, mehr auf unsere Intuition zu vertrauen. Wir brauchen demnach keine Angst davor haben, unsere Kinder zu sehr zu verwöhnen. „Verwöhnen kann ich nie durch die Erfüllung von Bedürfnissen“, so die Autorin. „Bedürfnisorientierte Elternschaft orientiert sich an den Bedürfnissen ALLER Familienmitglieder“.

Gemeinsames Schlafen stärkt die Bindung.

Familienbett: gemeinsam schlafen.

Stillen, tragen, schlafen

Die Eckpfeiler für eine „bindungsorientierten Babyzeit“ sind stillen, tragen und gemeinsam schlafen. Anweisungen, in der Art: „Das gehört so …“, wird man bei Bartig-Prang allerdings vergeblich suchen. Sie plädiert dafür, individuelle Lösungen zu finden, die in den Alltag jedes Einzelnen passen. Ein Familienbett kann beispielsweise zwar kuschelig sein und das Urvertrauen des Babys stärken, doch ist es sicherlich nicht jedermanns Sache. Diesen Eltern schlägt sie unter anderem vor, z.B. das Babybettchen einfach ins Schlafzimmer zu stellen.

Viel Nähe erfahren Babys naturgemäß durch das Tragen. Damit das Tragen des Babys nicht zum Kraftakt wird, gibt die Autorin Tipps zum Binden eines Tragetuchs. Denjenigen, die ihr Kind nicht den ganzen Tag im Tragetuch tragen wollen, rät sie zum Beispiel, darauf zu achten, dass das Kind, wenn es im Kinderwagen geschoben wird, mit dem Gesicht zu ihnen schaut.

Tragen oder schieben -beides passt.

Tragen oder schieben? Wie es besser passt.

 

Attachment Parenting – Was gehört dazu?

  • Körperliche Nähe
  • Emotionale Bindung
  • Kommunikation von Anfang an
  • Die Bedürfnisse aller Familienmitglieder in Betracht ziehen
  • Dem Baby als würdigem Gegenüber begegnen
  • Verantwortung übernehmen
  • Entspannter Alltag durch Stillen, Tragen und gemeinsames Schlafen

 

Hypnobirthing – entspannte Geburt

Weiters informiert Bartig-Prang über eine entspannte Geburt. Sie stellt dazu die Methode „Hypnobirthing“ vor, eine Mentaltechnik, die helfen soll, während der Geburt in eine natürliche Geburtstrance zu finden. Hypnobirthing, Wickeln, die passenden Tragen und babygeleitete Beikost sind Themen zu denen die Expertin auch selbst Beratungen anbietet. Babypflege, Reisen mit Kindern, Kinderbetreuung gehören zu den weiteren Punkten, denen sich die Autorin entspannt nähert.

 

Ratgeber

Ratgeber: „Bindung macht stark“

Mehr dazu: Wer sich genauer über „Attatchment Parenting“ informieren möchte, dem empfehlen wir den Ratgeber: Tatje Bartig-Prang, Attachment Parenting – Bindung macht stark, TRIAS Verlag, Stuttgart. 2018, ISBN: 9783432106786

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder ©: pexels.com, Trias Verlag

 

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