Dreitagefieber

Wie man es erkennt, was man dagegen tun kann.

Am Dreitagefieber erkranken fast alle Kinder irgendwann. Bei dieser Kinderkrankheit handelt es sich um einen Herpes-Virus, der durch engen Kontakt, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Gesunde können auch Virusträger sein.

Die Krankheit beginnt nach einer Inkubationszeit von ca. 5 bis 15 Tagen mit plötzlichem, rasch ansteigendem Fieber, meist ohne weitere eindeutige Symptome. Als Begleiterscheinungen werden manchmal anfängliches Erbrechen, Lymphknotenschwellungen, Schupfen, Husten oder Durchfall, seltener auch Fieberkrämpfe beobachtet. Nach drei bis vier Tagen fällt das Fieber so plötzlich, wie es gekommen ist.

Mit dem Ende der Krankheit tritt insbesondere an Brust und Rücken ein roter Ausschlag auf.

Bei einem schwachen Verlauf der Krankheit gibt erst der Ausschlag den eindeutigen Hinweis auf ein Dreitagesfieber. Sobald die Hautrötungen da sind, ist das Kind nicht mehr ansteckend.

Nach überstandener Krankheit besteht ein lebenslanger Immunschutz. Es gibt zwei unterschiedliche Erregertypen, daher kann ein Kind auch zweimal angesteckt werden. Einen Impfschutz dagegen gibt es nicht.

KinderkrankheitenTypische Anzeichen

  • Akutes, hohes Fieber um 40°C, etwa drei Tage lang
  • Keine typischen Begleiterscheinungen, gelegentlich Husten, Erbrechen, Durchfall, Lymphknotenschwellungen am Hals
  • Rötlich-fleckiger Ausschlag, besonders an Bauch und Rücken
  • Mit dem Auftreten des Ausschlags geht das Fieber zurück

Was tun?

Braucht das Kind einen Arzt?

  • Der Arzt kann eine schwere Erkrankung als Ursache für das hohe Fieber ausschließen.
  • Verträgt das Kind das Fieber schlecht oder man selbst ist unsicher, soll ohnehin ein Arzt aufgesucht werden.

Aus der Hausapotheke:

  • Homöopathische Mittel: bei Fieber helfen allgemein z.B. Aconitum oder Belladonna
  • Medikamente mit Paracetamol oder Ibuprofen (nach Rücksprache mit dem Arzt). Achtung: Kinder unter 14 Jahren sollten keine Präparate mit Acetylsalicylsäure (wie „Aspirin“) einnehmen.

Weiters:

  • Wadenwickel, Kaltabwaschungen, Räume lüften
  • Bettruhe – soweit als bei kleinen Patienten möglich
  • Um Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, genug zu trinken geben; bei Fieber haben Kinder oft weniger Appetit, das ist normal
  • Frühestens zwei Tage nach dem Fieber darf das Kind wieder aus dem Haus – der Ausschlag ist in dieser Zeit auch schon stark zurück gegangen.

Fotos: pixabay.com

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