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Hautschäden: Babys und die Sonne

Für ganz Kleine heißt es auf alle Fälle: raus aus der Sonne! Denn die Hautschäden sind sonst erheblich – und dauerhaft.

Ab in die Sonne? Lieber nur mit Maß und Ziel. Und dem richtigen Schutz, um Hautschäden möglichst zu vermeiden. Das gilt ganz besonders für die zarte Babyhaut. OA Dr. Richard Seimann von der Abteilung für Neonatologie in der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz betont: „Rund 80 Prozent der Hautschäden durch die Sonne entstehen in den ersten 18 Lebensjahren.“

80 % der Hautschäden entstehen vor dem 18. Geburtstag

80 % der Hautschäden entstehen vor dem 18. Geburtstag

Ist schon die Haut der „Großen“ in der Sonne gefährdet, so ist es die Haut von Babys und Kleinkindern erst recht. Sie ist noch sehr dünn und hat einen sehr geringen Eigenschutz. Fünf Minuten direkter Sonnenbestrahlung genügen, um akutem Sonnenbrandrisiko ausgesetzt zu sein. Sonnenbrand im Säuglings- und Kindesalter sollte aber vermieden werden. Schon geringe Dosen starker Sonnenbestrahlung können in diesem Lebensabschnitt bleibende DNA-Schäden in den Hautzellen hervorrufen und damit auch das Risiko drastisch erhöhen, später an Hautkrebs zu erkranken.

Hautschäden vermeiden

Den sichersten Schutz vor Hautschäden sowie Augenschäden bietet nach wie vor die Vermeidung von UV-Strahlen, so der Experte: „Vor allem Säuglinge gehören nicht in die Sonne“, so der Experte, „wenn überhaupt sollten sich Eltern mit ihnen im Schatten aufhalten und sie ausreichend mit sonnengerechter Kleidung schützen.“ Füße, Ohren oder andere ungeschützt Hautstellen müssen mit einer kindergerechten Sonnencreme eingeschmiert werden.

Direkte Sonneneinstrahlung ist nichts für Kids.

Direkte Sonneneinstrahlung ist nichts für Kids.

Bei der Wahl der richtigen Sonnencreme kann zwischen synthetischen und mineralischen Sonnenschutzfiltern gewählt werden. So können Hautschäden reduziert werden.

„Gerade im ersten Lebensjahr ist ein mineralischer Filter vorzuziehen“, sagt Dr. Seimann, „dabei handelt es sich um einen Filter, der die UV-Strahlen reflektiert. Im Gegensatz zum synthetischen Sonnenfilter, der die UV-Strahlen absorbiert, in Wärme umwandelt und erst nach etwa 30 Minuten seine volle Schutzwirkung entfaltet, sind die Kinder sofort nach dem Eincremen geschützt.“

 

Tipps für einen gelungenen Sonnentag mit Kindern

  • Meidet die direkte Sonne in der Zeit von 10 bis 16 Uhr
  • Der Lichtschutzfaktor des Sonnenmittels gilt für den ganzen Tag. Nachcremen ist sinnvoll, erhöht aber nicht den Schutz.
  • Verwendet einen wasserresistenten Sonnenschutz (UVA+UVB) mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50)
  • Hat Euer Kind dennoch einen Sonnenbrand: lasst es viel trinken und kühlt seine Haut, bei starken Schmerzen oder wenn sich das Kind übergibt, geht unbedingt zum Arzt oder ins Spital

 

Fotos: © Gespag, pixabay.com

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