Stippvisite in Irland

Gruseln quasi am Original-Schauplatz: in Irland!

Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht: Na nu, wer bloggt denn da? Denn bisher habt Ihr meinen Namen ja hauptsächlich bei Beiträgen im Bereich “Schatzkammer” gelesen. Aber Halloween ist ein schöner Anlass, mich auch hier vorzustellen – schließlich kommt zumindest mein zweiter Name “O’Donovan” ja aus Irland (ebenso wie mein Ex-Mann 😉 ) und der Brauch Halloween zu feiern ebenfalls. Also dachte ich, wenn nicht heute, wann dann? Also, gestatten: Marion Breiter-O’Donovan.

klIrland4Halloween habe ich vor Jahren mal in Irland verbracht. Wobei der “Rummel” nicht viel größer war als hier, da können wir mit den Iren absolut schon mithalten. Freilich heißt es auf der grünen Insel nicht “Süßes oder Saures”, sondern “Trick or treat”, aber die Bedeutung ist ja dieselbe. Allerdings bekamen meine Kinder drüben öfter Münzen statt Süßigkeiten und die Menge angebotener Verkleidungen in den Geschäften war auch etwas größer.

Der Brauch Halloween zu feiern nahm ja seinen Ursprung in Irland, von wo er mit den Einwanderern nach Amerika kam. In den USA gibt es mehr Iren als in Irland selbst, vor allem die Hungersnöte in vergangenen Jahrhunderten haben dazu geführt, dass sie massenhaft ihr Land verlassen mussten. In Cobh nahe der Stadt Cork, wo auch die Titanic ihren letzten Stopp vor dem Untergang machte, haben wir eine sehr beeindruckende Ausstellung zu dem Thema Auswanderung gesehen. Frauen und Kinder unter Deck, unter schrecklichen hygienischen Bedingungen, unterernährt, von Krankheiten heimgesucht und seekrank bei hohem Wellengang – unvorstellbar.

Die See und das Wetter können in Irland ja schon recht stürmisch sein, das haben wir auch mitbekommen. Vor allem um diese Jahreszeit. Gehen die Wellen richtig hoch, dann fahren die Einwohner des kleinen mittelalterlichen Ortes Youghal im Auto an die Küste, parken und “schauen Wellen” – quasi so wie andernorts Film im Autokino. Ist das Klima auch feucht, so friert es dafür nicht, Schnee gibt es kaum jemals und wenn, dann ist die Aufregung sehr groß. Keiner geht mehr aus dem Haus, die Kinder haben schulfrei und gegessen werden Vorräte – denn Winterreifen gibt es in Irland ja keine. Brauchen die Autos normalerweise auch nicht. Das Klima ist so gesehen milder als bei uns, trotzdem habe ich noch nie in meinem Leben so gefroren wie auf der Insel. Denn die Feuchtigkeit kriecht in einem in alle Knochen. Und wenn man sich nicht ständig bewegt, dann wird einem so richtig von innen her kalt.

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Da ist es fein, dass die Iren meist ein lustiges Feuerchen im Kamin brennen haben, an dem sie sich wärmen. Und das tun sie natürlich auch von innen, unter anderem mit Guinness. Da wird dann in den Pubs fröhlich aufgespielt, die irische Musik hat für mich etwas ganz eigenes Beschwingt-Schwermütiges zugleich. Und da wird dann stundenlang gesessen und geplaudert, übrigens gerne auch mit Fremden, sodass man sich herzlich willkommen geheißen fühlt. Das erinnert dann wieder ein bisschen an die Österreicher, die ja auch so ähnliche Charakterzüge haben.

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Nun, dann lasse ich Euch jetzt aber an die Vorbereitungen für Halloween herangehen, damit später die ausgehöhlten, geschnitzten Kürbisse vor der Tür stehen …

Schönen Tag wünsche ich Euch!

Eure Marion

 

Fotos:privat

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  1. […] Irland (Ihr erinnert Euch, meine Kinder haben einen Teil ihrer familiären Wurzeln dort, sprich ihr Vater kommt von dort) war meine Schwiegermutter ganz entsetzt, als sie hörte, […]

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