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Forschung: Spielen macht schlau

Was machen Wissenschaftler auf der Nürnberger Spielemesse? Das Team vom Lehrstuhl Sportwissenschaft der Universität Würzburg ist auf der Suche nach dem Bildungswert der Spielzeug-Neuheiten.

Die Verbindung von Spielen und Bildung ist offensichtlich. Deshalb ist die Forschung an spielpädagogischen Grundlagen eine spannende Aufgabe.“ Das sagt einer, der es wissen muss: Professor Harald Lange, Inhaber des Lehrstuhls für Sportwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Lange hat eine eine Projektgruppe an seinem Lehrstuhl formiert, die mehr über den Bildungswert von Spielzeug herausfinden will.

Spielen

Spielen: Was fordert, macht Spaß und bildet gleichzeitig?

Pädagogische Evaluation von Spielzeug

„Wir möchten wissen, welche Spielsachen und Spiele Kinder und Jugendliche besonders herausfordern und deshalb einschlägige Bildungswirkung haben können“, erklärt der Sportwissenschaftler gegenüber familienschatz.at. Aus diesem Grund hat Lange vor einiger Zeit ein Projekt zur pädagogischen Evaluation von Spielzeug ins Leben gerufen.

Seitdem sind zahlreiche Kooperationen mit Erfindern und Firmen im Feld der Spielwarenbranche entstanden. „Der Austausch mit diesen Experten wirkt wie ein Motor und Schrittmacher für unsere Forschung“, so Lange. Deshalb ist die Zeit auf der Spielwarenmesse für die Wissenschaftler besonders wertvoll. Im Gespräch mit den Anbietern kristallisierten sich neue Fragen heraus, aus denen bisweilen neue Projekte entstünden, die dann im Würzburger Spielelabor im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbeiten thematisiert werden.

Professor Harald Lange, Leiter des Institus für Sportwissenschaft der Universität Würzburg. (Foto: Gunnar Bartsch)

Prof. Lange: Bewegung und Spiel sind wichtig für die Entwicklung von Kindern.

Spielerischer Zugang zur Welt

Das Würzburger Spielelabor bietet Entwicklern und Anwendern von innovativen Spielgeräten, aber auch Wissenschaftlern, Trainern, Therapeuten, Erziehern und Lehrern einen inspirierenden Innovationsraum, in dem alle Beteiligten mit dem Thema „Spielen“ experimentieren. „Wir verstehen das ‚Sich Bewegen‘ und Spielen von Kindern als ersten und zentralen Weltzugang. Die Bewegung und das Spiel sind damit Motor für die Entwicklung und das Glücksempfinden von Kindern“, erklärt Lange.

Für Jugendliche, Erwachsene und Senioren böten das Spiel und die Bewegung Möglichkeiten zur Entwicklung eines besseren Körpergefühls, zum Ausgleich des alltäglichen Lebens sowie zur Steigerung der körperlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aber auch den Spaßfaktor lassen die Wissenschaftler in ihren Untersuchungen nicht außer Acht.

Mehr zum Projekt: bitte hier klicken!

 

 

Foto©: Gunnar Bartsch, pexels.com

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