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Bereits bei Kindern gegen Krebs vorbeugen?

HPV-Impfung schützt nicht nur vor Gebärmutterhals-Krebs.

Auf die so genannten Humanen Papillomviren (HPV) trifft im Laufe seines Lebens fast jeder. Unerwünschte mögliche Folge: Krebs. Bester Schutz: Impfung im Kindesalter.

Impfen als Möglichkeit: Bestimmte HPV-Typen können die Ursache für Krebs sein.

Impfen gegen bestimmte HPV-Typen schützt.

HPV-Hochrisiko-Typen verursachen Krebs

Rund zwei Drittel aller Erkrankungen an Gebärmutterhals-Krebs in Europa gehen auf das Konto von HPV. Auch Scheiden-, Penis-, Analkarzinome und Genitalwarzen werden von diesen Viren verursacht. „HPV-Infektionen sind häufig“, erklärt Prof. Dr. Johannes Liese, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Kindergesundheit. Fast jeder der sexuell aktiv ist, kommt irgendwann mit diesen Viren in Berührung.

Meist bleibt dies ohne Folgen, da es das Immunsystem in der Regel alleine schafft, damit fertig zu werden. Gefährlich kann eine chronische Infektion mit den so genannten Hochrisiko-Typen von HP-Viren aber dennoch werden. „Als vermutliche Folge davon erkranken in Deutschland jedes Jahr 4.700 Frauen neu am Gebärmutterhalskrebs. 1.500 bis 1.600 sterben daran“, nennt der Experte Zahlen.

HPV Hauptgrund für Gebärmutterhals-Krebs

Bekannt sind derzeit etwa 210 Untertypen von HPV. Häufig sind die HPV-Typen 16 und 18 an einer Krebsentstehung beteiligt. Rund 75 Prozent aller Gebärmutterhals-Krebserkrankung in Europa werden von ihnen verursacht. Von den Typen 6 und 11 weiß man, dass sie Genitalwarzen auslösen.

Mittlerweile gibt es drei zugelassene Impfstoffe, die bis zu neun HPV-Typen abdecken. Doch die Impfquoten liegen auf zu niedrigem Niveau, bemängelt die Stiftung Kindergesundheit: „Ende 2016 wiesen nur 30,5 Prozent der 15-jährigen Mädchen eine vollständige Impfung auf. Auch unter den 17-jährigen waren Ende 2016 lediglich 42,5 Prozent vollständig geimpft.“

Unbedingt vor dem ersten Sexualkontakt impfen.

Sexualkontakt geht Hand in Hand mit HP-Viren.

Da die Impfung nur dann wirksam ist, wenn es noch nicht zur Ansteckung gekommen ist, soll früh genug geimpft werden. Impfexperten und Infektiologen empfehlen daher eine Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr.

 

 

Facts rund um HPV

Fünf Fragen – beantwortet vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen:

  1. Wie werden HP-Viren übertragen? Meist durch sexuelle Kontakte, möglich auch  durch einfache (Haut-)Kontakte.
  2. Welche Krankheiten können durch eine Infektion ausgelöst werden? Bestimmte Virentypen, so genannte „Hochrisiko Typen“ sind die Ursache für die Entwicklung bösartiger Tumore/Krebs (Gebärmutterhals-, Scheiden-, Vulva-, Anal- und Peniskrebs sowie Krebsformen im Mund- und Rachenraum). Andere können zu infektiösen, stark wachsenden Hautveränderungen im Genitalbereich (Kondylome/Feigwarzen) führen.
  3. Wie häufig sind HP-Viren? Vier von fünf Personen (Männer, Frauen und Kinder) stecken sich im Laufe ihres Lebens mit HPV an – meistens ohne, dass sie es wissen oder bemerken.
  4. Wie kann man sich schützen? Durch eine Impfung.
  5. Der beste Zeitpunkt für eine Impfung? Mit vollendetem 9. Lebensjahr – hier ist die Impfantwort am besten. Die gebildeten Antikörper können ein Eindringen der Viren in die Körperzellen und somit die Infektion optimal verhindern. Zudem soll die Impfung vor den ersten sexuellen Kontakten erfolgen.

 

 

 

 

Wie lange der Impfschutz wirklich anhält ist noch nicht ganz klar. Man geht von über zehn Jahren aus. Empfehlungen für eine Auffrischung gibt es deshalb noch keine.

Seit knapp über einem Jahr gibt es in Österreich im Rahmen des kostenfreien Impf-Programmes einen „9-fach-Impfstoff“ für Neun- bis Zwölfjährige. Ältere Teenies können bis zum 15. Lebensjahr eine kostengünstige Nachhol-Impfung in Anspruch nehmen. Notwendig sind zwei Teilimpfungen. Bei über 15-jährigen braucht es für einen gleichwertigen Schutz drei Impfungen.

 

Weitere Infos zu HPV und rund ums Impfen beim Gesundheitsministerium und bei der österreichischen Krebshilfe.

 

Foto: © pixabay.com

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Tapfer sein, Mama!

„Unser“ erster Schultag

Kennt Ihr das, wenn Eltern bzw. Mütter immer in der „WIR-Form“ erzählen? Also zum Beispiel: „Wir müssen noch das Bild im Freunde-Buch fertigmachen.“ Oder: „Wir müssen jetzt noch in die Badewanne.“ Oder: „Für uns ist jetzt dann gleich Schlafenszeit …“ Manchmal finde ich das sehr amüsant, weil sie sich ohne zu überlegen als Einheit mit den Kindern sehen. Doch was den ersten Schultag betrifft … Nun, da ist es in den meisten Fällen tatsächlich so, dass Eltern UND Kinder loslassen „müssen“.

DSC_3891Ich war sehr aufgeregt, was den ersten Schultag unseres Großen anging. Aber ich habe mich bemüht, ihn das so wenig wie möglich spüren zu lassen. Der kleine Panda war so voller Vorfreude, so gespannt und einfach total positiv – als es dann tatsächlich so weit war, freute ich mich einfach nur mit ihm. Davor habe ich ehrlich gesagt schon immer wieder einige Szenarien im Kopf gehabt. Was, wenn die Umstellung von Kindergarten auf Schule sehr „hart“ wird? Was, wenn er in seiner Klasse keine Kinder kennt? Was, wenn er am Schulweg irgendwelche Probleme hat? –> Die Liste ließe sich wohl endlich fortsetzen. Doch diese Sorgen kennen wohl alle Eltern und die kann uns auch niemand nehmen. Genau wie unsere Kinder uns von Geburt an vertrauen und sich auf uns verlassen, kommt wohl auch irgendwann der Moment, wo wir ihnen vertrauen „müssen“ bzw. dürfen. Ich fange gerade damit an! 🙂
DSC_3937Für alle, die neugierig sind: Wir hatten einen ganz fabelhaften ersten Schultag! Zum Frühstück gab es ein Stück Lieblingsmarmorkuchen, danach haben wir das Zuckermädchen in den Kindergarten gebracht und dann durften wir Eltern gemeinsam mit den stolzen Erstklasslern in ihre Klassenräume und wurden herzlich von den Lehrerinnen begrüßt. Am ersten Schultag war nur eine knappe Stunde „Unterricht“, aber bereits ab morgen stehen fünf Stunden auf dem Stundenplan. Es bleibt spannend! 😀