Queen of Backstube

Ach, es ist so aufregend. Ich liebe es ja, zu Backen. Und jetzt durfte ich der “Queen of Backstube” höchstpersönlich einige Fragen stellen: Cynthia Barcomi. Nach diesem Interview mag ich sie noch mehr, denn sie ist nicht nur ein Garant für traumhafte Kuchen, Muffins & Co., sondern auch überaus sympathisch!

Für alle, die sie vielleicht tatsächlich noch gar nicht kennen: Cynthia Barcomi ist gebürtige Amerikanerin und hat in Berlin zwei beliebte Oasen für Genießer: Das Barcomi’s Deli in Berlin Mitte und Barcomi’s Café und Kaffeerösterei in Kreuzberg. Ihre treuen BesucherInnen können sich glücklich schätzen, denn ihre besten und vielfach gewünschten Rezepte hat sie mit ihnen in inzwischen sechs aufliegenden Backbüchern geteilt. Wer ihr neuestes Werk „Cheesecakes, Pies & Tartes“ (Mosaik Verlag) genauso unbedingt haben muss wie ich, der sollte das Interview genau lesen und dann bei unserem Gewinnspiel mitmachen, denn wir dürfen ein Exemplar an Euch verlosen!

  • Cynthia, wenn Sie Ihren größten beruflichen und privaten Erfolg nennen müssten - was würden Sie antworten?

    Mein größter Erfolg – sei das privat oder beruflich – ist, dass ich mir immcynthia1er treu geblieben bin und stets versucht habe, mein Potential umzusetzen. Ich habe nie nachgelassen was meine Vorstellung, Vorhaben oder Ideen angeht. Ich möchte immer nur mein Bestes geben – ob das für mich, meine Familie oder für meine Leser da draußen ist.

  • Sie selbst haben in Amerika Philosophie und Theaterwissenschaften studiert - wie wurden Sie zur gefeierten „Baking Queen“ in Deutschland?

    Mein Erfolg hat auch damit zu tun, dass ich in der Lage bin, einen Dialog mit meinen Kunden, meinen Lesern und auch mit den Zuschauern zu finden. Es ist dieser Dialog, der sich ständig weiterentwickelt, der meine Arbeit seine Bedeutung gibt.  Denn ich backe und schreibe nicht für mich, sondern für sie! Und bei alledem merke ich, wie ich von meinem Studium profitiere.

  • Aktuell ist „Selbermachen“ wieder en vogue, neben Stricken oder Nähen wird auch wieder begeistert selbst gebacken. Warum denken Sie ist das so?

    Ich denke das Backen und Stricken eine Renaissance erleben, weil unsere digitale Welt einen sinnlichen Gegenpol braucht!  Ich liebe mein Telefon und meinen Computer – die ermöglichen Einiges aber am Ende des Tages entspanne ich mich am Liebsten beim Kochen oder Backen.  Da werden allen meinen Sinnen angesprochen – und das kann man auch viel schöner und ganz persönlich mit anderen Teilen.

  • Ihre Wurzeln sind in Amerika - da haben viele unserer LeserInnen wahrscheinlich extrem süße, knallig bunte Backwaren im Kopf - backen Sie selbst auch so?

    Ach, manchmal darf es auch ein bissccynthia2hen bunt sein. Aber grundsätzlich unterscheiden sich meine Rezepte sehr in der Ausgestaltung und besonders in der Süße von dem typisch amerikanischen Gebäck. Wenn man zu viel Zucker oder Fett beim Backen nimmt, werden alle anderen Geschmäcker und sogar Texturen überwältigt.  Mann nimmt dann nur die Süße wahr. Das ist nicht gut und etwas eintönig. Genau das versuche ich zu vermeiden. Ich versuche meine Tradition, all das was ich von meiner Tante, Mutter oder Großmutter lernte, in das Hier und Jetzt zu bringen und für mich neu zu interpretieren.

  • Sie sind erfolgreiche Geschäftsfrau, Buchautorin und vierfache Mutter - verraten Sie uns bitte, wie Sie das schaffen?

    Ich schaffe das, weil ich das schaffen will.  Ich habe ein gewisses Potential als Mensch, Gastronomin und Frau und dies will ich umsetzen. Neulich haben wir ein unbegleiteten Minderjährigen aus Afghanistan in unserer Familie aufgenommen.  Ich kann Ihnen nicht sagen wie toll das für meine Familie und mich ist. Um alles unter einem Hut zu bekommen, habe ich natürlich sehr viel Struktur in meinem Leben, damit ich alles schaffe. Ich stehe früh auf und gehe meinen Tag sehr strukturiert an.

  • Aktuell boomen die verschiedensten Ernährungsformen und auch in Ihren Büchern finden sich bestimmt vegane, gluten- oder laktosefreie Rezepte oder?

    Ich liebe glutenfreies Backen und fühle mich richtig inspiriert! Gluten sorgt für manche Texturen, aber nicht für Geschmack.  Die Rezepte sind somit für jeden relevant und einfach nur lecker. Ich entwickele auch mal laktosefreie oder vegane Rezepte für Kunden oder bestimmte Anfragen.

  • Ist Backen generell für Sie noch entspannend und genussvoll oder inzwischen tatsächlich Arbeit, weil Sie ständig neue Rezepte entwickeln, diese abwandeln oder etwas zum wiederholten Male backen „müssen“?

    Ich liebe das Backen (und Kochen) – es ist alles für mich! Um neue Rezepte zu kreierecynthia 4n, darf ich nicht zu gestresst sein, sonst fließt der kreative Prozess nicht. Klar ist meine Arbeit oftmals mit Zeitdruck verbunden, aber damit kann ich gut umgehen. Und wenn ein Rezept am Ende des Tages nicht genau meinen Vorstellungen entspricht, dann ist mein Anspruch, es so lang zu verbessern, bis es perfekt ist.

  • Kennen Sie irgendein österreichisches Backrezept, das Sie begeistert hat?

    Ich liebe Linzertorte.  Meine Großmutter hat es immer gebacken und mich dazu inspiriert, meine eigene Version zu entwickeln.

  • Zum Schluss interessiert uns noch Ihr persönliches Highlight aus dem Backofen?

    “Ich liebe Chocolate Chip Cookies, Pasta al Forno und frisch gebackenes Brot! Aber dadurch, dass ich mich so intensiv mit den Themen vom neuen Buch beschäftigt habe, bin ich süchtig nach einem Stück Cheesecake … oder Pie … oder Tarte!” 

Neugierig geworden?
Hier findet Ihr einige Websites & Links zu Cynthia:
www.cynthiabarcomi.com
www.facebook.com/cynthiabarcomi/

Fotos: © Dennis Williamson, Random House / Maja Smend

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