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Stressig: Leistungsdruck in der Schule!

Jedes 6. Kind leidet unter Stress! Freizeit-, aber auch Schulstress machen unseren Kids das Leben schwer. Wir fragen uns: Muss so viel Leistungsdruck in der Schule wirklich sein? 

„Hurra, ich hab’ einen 1er!“ oder „Oh je, schiefgegangen“ sind die beiden Pole, zwischen denen sich die schulischen Leistungen unserer Kids bewegen. Und da sind wir auch schon bei der Kernfrage: Warum muss sich beim Thema Schule immer alles um „Leistung“ drehen? Es wird gestuckt, es wird geprüft. Der Stress nimmt zu, wird ungesund. (In extremem Ausmaß für chronisch kranke Kinder, darüber berichten wir hier.)

Zu viel Leistungsdruck in der Schule stresst die Kids.

Zu viel Leistungsdruck in der Schule stresst die Kids.

 

Dass sich im Lauf der Schulzeit kleine Persönlichkeiten entwickeln sollen wird gerne übersehen. Weil es viel bequemer ist, sich über das Einmaleins und das ABC Gedanken zu machen. Stoff nach Vorschrift zu machen. Jedes Fach streng getrennt zu unterrichten statt Fächer zu vernetzen. Und – weil der Lehrplan viel zu wenig Spielraum zulässt.

Leistungsdruck in der Schule, muss das sein?

Die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der LehrerInnen schwanken zwischen hervorragend und miserabel, die Direktoren haben bei der Besetzung der Posten aber wenig Freiraum. Es krankt am System. Und so mancher, der voll motiviert ins Unterrichten startet, endet als sein frustriertes Opfer.

Lernen soll Freude machen und die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Lernen soll Freude machen und die Persönlichkeitsentwicklung fördern.

Bleibt nur zu hoffen, dass nicht auch die Maturanten so enden. Das Einfordern, dass Gelerntes angewandt und verstanden werden muss, ist ja prinzipiell gut. Problemtisch ist in unseren Augen aber die Form, wie das überprüft wird. Lernen ist in unseren Augen nicht nur auf Überprüfung auszurichten – sondern soll Freude machen. Soll Interessen wecken. Soll einen guten Start ins (Berufs-)Leben ermöglichen. Soll Persönlichkeiten bilden. Leistungsdruck in der Schule ist bestimmt nicht der Weg dazu. Im Gegenteil braucht ein Kind Freiraum, um seine Kreativität zu entwickeln.

Wir wünschen uns, dass ein Pool aus Leuten aus der Praxis das Thema Schule neu andenkt. In der Wirtschaft draußen leben wir Tag für Tag Teamführung, Motivation, Persönlichkeitsentwicklung. Warum nicht erfolgreiche Konzepte auch im schulischen Bereich anwenden?

Als Eltern fühlt man sich dem System oft ebenso ausgeliefert wie die LehrerInnen. Man will das Beste für sein Kind, setzt sich ein. Ein Balance-Akt, schließlich will man dem Kind weder durch zu wenig noch durch zu viel Engagement schaden.

FOTO: pixabay.com

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