Mumps: Was tun?

Dicke Backen und schmerzhafte Schwellungen – wie erkennt man die Kinderkrankheit Mumps?

Die typischen dicken Wangen, Schmerzen und dadurch auch eine Unbeweglichkeit des Kopfes sind deutliche Anzeichen von Mumps, bekannt auch als „Ziegenpeter“. Durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion werden die hoch ansteckenden Viren (über die ebenfalls hoch ansteckende Kinderkrankheit Masern lest Ihr hier) dieser Kinderkrankheit übertragen. Auch Erwachsenen kann es treffen, doch am häufigsten erkranken Kids zwischen 2 und 15 Jahren, darunter mehr Buben als Mädchen.

Manchmal sind nicht nur die Speicheldrüsen im Kopf geschwollen, auch die Bauchspeicheldrüse, die Hirnhäute oder Hirnnerven können betroffen sein. Je älter ein Patient ist, desto mehr Komplikationen können auftreten.

Bei Mädchen können sich ab der Pubertät durch Mumps die Eierstöcke entzünden. Bei Buben ist oft die Angst vor einer Hodenentzündung (Mumps-Orchitis) dabei. Doch das ist in der Regel erst bei einer Mumps-Erkrankung von Pubertierenden oder nach der Pubertät ein Thema. Schwellungen und Schmerzen im Hodenbereich sind dabei typische Symptome. Dann ist strikte Bettruhe angesagt, um Folgeerkrankungen zu vermeiden. Eine Hodenentzündung kann zu Zeugungsunfähig führen.

Verlauf

Die Inkubationszeit beträgt etwa zweieinhalb Wochen. Das Kind kann aber bereits eine halbe Woche vor dem Ausbruch der Krankheit ansteckend sein kann, bis höchstens neuen Tage danach.

Am 21. Tag nach der Ansteckung ist der Höhepunkt der Erkrankung erreicht, und nach noch gut einer Woche überstanden. Nach durchlebter Krankheit bleibt eine lebenslange Immunität.

 

Tipps rund um Mumps, auch Ziegenpeter genannt

Typische Anzeichen für Mumps

  • etwa drei Tage Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl
  • schmerzhaft geschwollene Ohrspeicheldrüsen (zuerst einseitig)
  • Schmerzen beim Schlucken
  • steifer Nacken
  • gelegentlich Erbrechen, Bauchschmerzen, fettig-glänzender Stuhl
  • manchmal Kopfschmerzen

Braucht das Kind bei Mumps einen Arzt?

  • Wegen möglicher Komplikationen immer zum Arzt!
  • Mumps selbst kann nicht therapiert werden, aber manchmal sind Schmerzmittel oder besondere Hinweise zur Pflege hilfreich.

Helfen Hausmittel bei Mumps?

  • Gegen Schmerzen in der Ohrspeicheldrüse: erwärmte Kompresse mit Calendulaöl
  • Homöopathie: Belladonna oder Apis bei hohem Fieber und starken Schmerzen der Ohrspeicheldrüse

Was tun bei und gegen Mumps?

  • Viel Ruhe! Bettruhe bis zur deutlichen Erholung; danach unaufgeregter Tagesablauf (eine Woche Pause einhalten, beugt möglichen Folgeerkrankungen vor).
  • Leichte, eiweißreduzierte Kost wie Gemüsesuppen
  • Bei Bauchschmerzen Wärmflasche – ist Wärme unangenehm: kühlende Umschläge mit Topfen oder essigsaurer Tonerde
  • Impfen möglich

 

FOTOS: pixabay.com

 

 

1 Kommentar

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  1. […] man sich mit den Händen zu Augen, Mund oder Nase fährt. Dann kann es zu Ansteckung kommen und Erkrankungen, Fieber, etc. können die Folge […]

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