Juhu, Zahnarzttermin!

Falls Ihr Euch bei dem Titel des heutigen Posts kurz gedacht habt, ob mir die Hitze vielleicht zu sehr zusetzt, so kann ich Euch beruhigen: Es ist alles in bester Ordnung. Meine Kinder freuen sich tatsächlich auf den Zahnarzt!

An einem extrem heißen Sommertag gibt es doch nur einen Ort, an dem es sich aushalten lässt: In einer gut klimatisierten (Zahn)Arztpraxis 🙂 Ha ha ha … Spaß beiseite, natürlich wären wir auch lieber Schwimmen gegangen, aber ich erkläre Euch, wieso sich bei uns tatsächlich niemand vorm Zahnarzt fürchtet (also keines der Kinder): Letztes Jahr habe ich den kleinen Panda einfach zu meinem Termin mitgenommen und gedacht, dass es bestimmt nicht schaden würde, wenn er unseren Zahnarzt ungezwungen kennenlernen und sich die Ordination mal ansehen kann. Während ich also Mundhygiene und Kontrolle überstand, spielte er fröhlich mit den bereitgestellten Spielsachen, baute eine Lego-Landschaft vor meinem Behandlungsstuhl und hatte keinerlei Grund, sich unwohl zu fühlen. Das war super und im Anschluss ließ er sich sogar auch in den Mund schauen 😉

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Entspanntes Warten auf den Zahnarzt – so ein großer Bruder ist schon was Feines 🙂

Im Gegensatz zu mir ist mein Sohn bei Arztbesuchen großteils unbefangen und optimistisch gestimmt – ich persönlich nehme diesen typischen “Arztgeruch” immer sehr extrem wahr, egal ob in Krankenhäusern oder beim Hausarzt und findes das meist fast ein wenig angsteinflößend. Deshalb ist mir immer ganz besonders wichtig, dass ich mich in einer Praxis wohl- und gut betreut fühle. Beides kann ich bei unserem Zahnarzt seit Jahren erwarten, was auch der Grund war, weshalb ich diesmal nicht nur einen Kontrolltermin für mich, sondern gleich auch einen für beide Kinder mit ausgemacht habe. Mir gefällt bei unserem Zahnarzt und dem ganzen Team, dass sie ehrlich und vor allem DIREKT mit den Kindern reden. Also dass nicht zu den Eltern gesagt wird: “Geht eh ganz schnell, Sie werden sehen!”, sondern dass sowohl unser Zahnarzt als auch seine Helferinnen eben direkt die Kinder begrüßen, sie fragen, ob sie schonmal hier waren, ob sie gerne Zähne putzen und – ganz wichtig! – ihnen auch sagen, was sie machen. Es wurde bei der Kontrolle der Kids wirklich jeder Schritt angekündigt und kommentiert, also zB “Schau, da haben wir einen weichen Polster, damit du dich gut zurücklehnen kannst. Ist das so angenehm?”

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Flugzeug, Flummiball und Glitzer-Prinzessinnenanhänger – unsere Zahnarzt-Ausbeute! 🙂

Ich finde das wirklich super, immerhin können auch kleine Kinder schon sagen, ob ihnen etwas angenehm ist oder sie etwas gar nicht wollen. Der kleine Panda wusste vom letzten Mal außerdem noch, dass es an den Fensterbänkchen kleine Gläser mit Überraschungen gibt, bereitgestellt für die Kinder, die sich brav die Zähne untersuchen lassen. Jaja, ich weiß, ich sage immer, dass ich der Meinung bin, dass Kinder sowieso schon viel zuviel geschenkt bekommen und vieles davon sowieso nach kurzer Zeit ohnehin unbrauchbar ist, aber ganz ehrlich – natürlich machen kleine Kinder mit der Aussicht auf eine Überraschung leichter mit, wenn es heißt “Mund weiiiiit aufmachen!”.

Er war also entsprechend motiviert und hat nichtmal gemuckt, als mit einer Lampe in den Mundraum geleuchtet und ein bisschen kühle Luft auf die Zähne geblasen wurde. Trotzdem dachte ich nicht im Traum daran, dass sich das Zuckermädchen auch nur ansatzweise dazu bewegen ließe, sich in den Mund sehen zu lassen. Aber als sie jedoch sah, dass es auch Belohnungen für echte Prinzessinnen gibt, atmete sie hörbar tief ein und riss den kleinen Mund weeeit auf 🙂
Wir mussten alle lachen, weil sie offensichtlich ein bisschen mit sich gerungen hatte. Als der Zahnarzt sagte “Und jetzt zumachen und Zähne zeigen” tat sie das mit solchem Eifer, dass die kleinen Zähne richtig knirschten. Danach rief sie begeistert: “Aussuchen!” und stürmte zu den Überraschungsgläsern. Auf dem Bild seht Ihr die Ausbeute meiner beiden Milchzahnmäulchen.

Mindestens so stolz wie die beiden auf ihre Überraschungen war ich auf meine Kinder selbst – dem jährlichen Vorsorgetermin sehen die zwei bestimmt mit mehr Freude als ich entgegen (ich bin nämlich immer nervös, obwohl ich von elektrischer Zahnbürste bis hin zu Zahnseide und Zahngel alles bravstens benutze …). Ich frage mich gerade, wieso es für Erwachsene keine Belohnungen mehr gibt? 😉

 

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