Einkaufsabenteuer

Oder: Warum ich in naher Zukunft keine öffentlichen Toiletten mehr aufsuchen werde … 


Als hätte es nicht schon gereicht, dass mir unser Staubsauger heute Vormittag den Dienst verweigert hat, haben wir nachmittags auch noch etwas “Tolles erlebt”. Eigentlich wollten wir nur schnell zum Globus in Freilassing (in Salzburg bzw. Österreich gibt es diese Warenhauskette nicht) und ein paar Sachen aufschnappen, die es eben in unseren österreichischen Geschäften nicht gibt. Manche Marken bzw. Magazine gibt es in Deutschland auch günstiger, insofern bin ich regelmäßige Freilassing-Besucherin. 😉

An sich brauche ich für die Strecke von Salzburg Süd bis Freilassing ca. 25 Minuten, aber aktuell gibt es an allen Ecken und Enden Baustellen, was ich gerne vorher gewusst hätte, weil ich dann gar nicht erst aufgebrochen wäre. Da wir aber nun sowieso schon mittendrin im Stau waren, half es eh nix. Kommt es eigentlich nur mir so vor, oder ist während Stauphasen im Autoradio wirklich IMMER nur unbrauchbare Musik?! Furchtbar. Leider hatten wir auch keine CDs dabei, weil wir vor einigen Wochen das Auto geputzt und alles ausgeräumt haben. Nun ja. Als wir dann nach einer gefühlten Ewigkeit endlich auf den Parkplatz vorm Globus einbogen, war ich jedenfalls einfach nur froh, endlich da zu sein.

Die Kinder wollten nach der langen Sitzerei ein bisschen laufen, was ich gut nachvollziehen konnte, aber wirklich erfreut war ich ehrlichgesagt auch nicht. Wieso muss ich Eltern wohl nicht erklären 😉 Egal ob Essbares, Bücher, Spielsachen, Knabberzeug, Getränke … (Meine) Kinder entdecken in allen Geschäften überall Dinge, die wir ihrer Meinung nach dringend und unbedingt sofort mitnehmen sollten. Naja, irgendwie haben wir es mit den Sachen, die ICH auf meiner Einkaufsliste stehen hatte, zur Kasse geschafft und bezahlten. Bevor wir uns auf den Heimweg machen wollten, fragte ich die Kids wie immer, ob noch jemand auf die Toilette müsse. Beide bejahten und so machten wir uns auf den Weg zu den Kundentoiletten. Dort angekommen zwängten wir uns zu dritt in die mittlere Kabine und wollten nachdem sich meine Kinder erleichtert hatten, raus zu den Waschbecken. Nur ließ sich die Tür plötzlich nicht mehr öffnen! Ich war verwirrt, hatten wir doch nichtmal abgesperrt, weil wir uns zu dritt in der schmalen Kabine sowieso nicht bewegen konnten. Anfangs rüttelte ich ein bisschen, aber die Tür bewegte sich keinen Zentimeter. Normalerweise ist auf den Globus Kundentoiletten immer richtig was los und es kommt dauernd jemand herein – diesmal unheimliche Stille. Mein Handyakku war auch leer. Man hörte nur die Stimmen meiner Kinder “Mami, sind wir eingesperrt?” “Warum geht die Türe nicht mehr auf?” “Müssen wir hier schlafen?”

Die Kunst ist ja, vor den Kindern in unvorhergesehenen Situationen immer mögichst souverän zu wirken. Naja, gelang mir nur bedingt, denn als ich endlich Schritte hörte, klopfte ich sofort wie wild gegen unsere Türe und brüllte, um auf uns aufmerksam zu machen. Die Frau, die draußen stand, hat Gott sei Dank auch gleich verstanden, was los war. Doch auch weder sie, noch eine Kassiererin konnten die Türe öffnen. Inzwischen waren die Kinder dann doch etwas unruhig … Irgendwann kam dann ein Mann (Haustechniker?), der versuchte, die Tür aufzuschrauben. Nach einer Weile hatte er aber genug, die Tür wollte partout nicht aufgehen! Also mussten wir uns auf die Kloschüssel stellen und er hat die Türe eingetreten. Tadaaaa – was für ein Einkaufsabenteuer! Ich kann Euch versichern, sowas brauch ich nicht nochmal. Ich bin nur froh, dass ich mit beiden Kindern eingesperrt war, so konnte ich immerhin die ganze Zeit bei ihnen sein. Aber ncohmal brauch ich sowas nicht … Als ich nach einer weiteren Ewigkeit also endlich wieder vom Parkplatz fuhr, war ich einfach nur froh, endlich wieder wegzukommen … 😀

Und jetzt Ihr: Habt Ihr auch schon mal lustige, tolle, erschreckende, komische oder sonstige Erlebnisse in Geschäften gehabt (besonders gruselig stelle ich mir Liftpannen vor!)? Ich bin gespannt und freue mich auf LeidensgenossInnen bzw. Eure Geschichten!

 

 
Fotocredit Beitragsbild: Pixabay

2 Kommentare
  1. Leila Zwergentreff
    Leila Zwergentreff sagte:

    Mein Mann besuchte mich im Krankenhaus nach der Geburt unserer Großen – und kam kreidebleich daher. Er war ganz normal in den Fahrstuhl gestiegen, dann hat dieser enorm beschleunigt – nach unten, hat dann abgebremst, die Türe ging auf aber da war nur eine Wand, dann gings rasant wieder nach oben, wieder Türe auf – aber der Aufzug stand auf halber Höhe, er konnte nicht raus und dann gings nochmal los – diesmal war der Absatz kleiner und er konnte raus. Er war so geschockt, er hat dort keinen Aufzug mehr benutzt!

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    • Isabel Müller
      Isabel Müller sagte:

      OH MANN … das liest sich furchtbar, der Arme!!! Also im Fahrstuhl hätte ich glaub sogar wirklich Angst – da ist man einfach so ausgeliefert … Gut, dass er dann doch noch mit dem Schrecken davonkam! GlG Isabel

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