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Stillen in der Öffentlichkeit: Immer noch ein Knackpunkt

Ablehnung von stillenden Frauen und Informationsmangel hängen zusammen

Stillen ist zweifelsohne das Beste für das Baby. Mit der Muttermilch bekommen Säuglinge die perfekte Nahrung: altersgerecht sowie gut verdaulich. Hygiene und Temperatur passen auch optimal. Trotzdem hören viele Frauen bereits nach wenigen Monaten damit auf. Für viele ist unter anderem eine ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit der Grund dafür.

Mutterbrust und Öffentlichkeit: Für viele ein "No Go"

Mutterbrust und Öffentlichkeit: Für einige ein absolutes „No Go“…

Stillen ja, aber …

… nur in den eigenen vier Wänden? Mit einem Baby an der Brust provozieren im 21. Jahrhundert offenbar Frauen ihre Umgebung noch immer. Eine neue Studie des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt, dass sechs Prozent der Bevölkerung es komplett ablehnt, wenn eine Frau ihr Baby in der Öffentlichkeit stillt. Jeder Vierte steht dem Stillen im öffentlichen Raum sogar zwiespältig oder ablehnend gegenüber.

Vor allem in Restaurants und Cafés werden Babys an der Brust nicht immer gern gesehen. Es besteht offenbar eine große Diskrepanz zwischen der Akzeptanz des Stillens und dem Wissen, wie wichtig dieser natürliche Vorgang für den kleinen Menschen ist.

 

Aufklärung stärkt die Akzeptanz

Stillen tut gut!

Stillen tut gut!

Stillen tut gut und ist normal – egal unter welchen Umständen“, so lautet die Botschaft der Nationalen Stillkommission (NSK) am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Damit soll den Frauen der Rücke gestärkt und das Wohlwollen gegenüber dem Stillen in der Öffentlichkeit erhöht werden.

Laut BfR-Studie wächst mit dem Wissen über die gesundheitlichen Vorteile des Stillens auch die Akzeptanz. Aufklärungsarbeit ist hier also gefragt. Von den befragten Frauen in der Studie, gab nämlich jede Zehnte an, dass die ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit ein Anlass für das Abstillen war.

Stillorte sind gefragt

Natürlich ist es nicht „jederfraus“ Sache, dem Baby vor Publikum die Brust zu geben. Manche bevorzugen Ruhe und Intimität, egal wie Entgegenkommend die Umgebung ist. Hier können wir uns von der Schweiz etwas abschauen. Die Smartphone-App „mamamap“ zeigt Müttern Stillorte in der Nähe an. In anderen Ländern, wie Australien, Großbritannien oder Irland gibt es Aufkleber für Betriebe, wie Cafés oder Friseure, die sich damit dezidiert als stillfreundlich deklarieren können.

In Cafés sind stillende Mütter oft unerwünscht.

In Cafés ist es oft schwierig ein ruhiges Plätzchen zum Stillen zu finden.

 

Stillen in der Öffentlichkeit – Studienergebnisse

Ca. zwei Drittel der stillenden Mütter stillen zumindest gelegentlich in der Öffentlichkeit.

• Sechs Prozent der stillenden Mütter berichten dabei von eher oder sehr negativen Erfahrungen.

Nahezu die Hälfte (49 Prozent) der Bevölkerung nahm öffentlich stillende Mütter innerhalb des letzten Jahres gar nicht wahr.

 Sechs Prozent der Befragten störten sich an dem Anblick.

 Mehr als ein Viertel der Befragten stehen öffentlichem Stillen ambivalent bis ablehnend gegenüber.

 Restaurants und Cafés könnten besonderes Konfliktpotenzial bergen, da dort eine Diskrepanz zwischen der Akzeptanz und dem Stillverhalten der Mütter besteht.

 

Insgesamt geht mehr Wissen über die Vorteile des Stillens mit größerer Bejahung einher. Neben dem Publik-machen der Vorteile des Stillens wünschen sich viele stillende Mütter mehr gekennzeichnete stillfreundliche Orte. Entgegen den Erwartungen konnte die Untersuchung keine eindeutig zu charakterisierende Gruppe von Personen identifizieren, die das Stillen in der Öffentlichkeit ablehnt.

 

Mehr zum Thema Stillen:

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Infos zu Stillen und Job gibt’s hier (KLICK!)!

 

 

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