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Overlocken und frohlocken

Nähen liegt nach wie vor total im Trend und wer hier schon länger mitliest weiß, dass auch ich stolze Besitzerin einer Nähmaschine bin. Schritt für Schritt bzw. in diversen Kursen (online und im Nähcafe) habe ich mich an das Abenteuer NÄHEN herangewagt und bin inzwischen in der Lage, mehr als nur Puppendecken und Nadelkissen zu nähen, yay! 😀


dsc_1218Mein Ziel war immer, Kleidung für meine Kinder aus individuellen Stoffen herstellen zu können: Hosen, Shirts, Röckchen, Kleider … All das, was ich eben online bei Bloggern oder auf Pinterest bewundert habe. Im Kurs klappte das meist auch ganz toll, aber daheim hatte ich mit meiner Nähmaschine zu kämpfen, denn so wirklich profesionell sahen die Ergebnisse ehrlich gesagt nie aus. In der Nähbar konnte ich dann erstmals eine Overlockmaschine ausprobieren und war vom Fleck weg verliebt, ehrlich! Schneiden und versäubern in einem Arbeitsgang, das hatte ich vorher noch nie gesehen (ich bin bzw. war der totale Näh-Neuling, alle Nähprofis müssen ein bisschen Nachsicht mit mir haben …)! Von diesem Moment an war mein größter Traum eine eigene Overlock und Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, wie groß meine Freude war, als ich auf meine Anfrage an nähPark Diermeier eine positive Rückmeldung bekam. Eine Overlock für mich – ich konnte es nicht fassen! Ist Euch nähPark Diermeier ein Begriff? Dabei handelt es sich um ein wahres Paradies für Näh-Fans, Stickfreaks und Quiltbegeisterte! Hier kann man sowohl fabrikneue Modellneuheiten als auch tadellos funktionierende Gebrauchtmaschinen, Vorführgeräte und Ausstellungsmodelle, preisgünstige Sonderposten oder Auslaufmodelle shoppen. Neben klassischen Nähmaschinen findet man im Angebot zudem kombinierte Näh- und Stickmaschinen, Overlock- oder Covermaschinen. Besonders erwähnenswert: Das nähPark-Servicecenter gibt fachkundige Beratung und technischen Support und man kann Maschinen 60 Tage testen! Finde ich richtig gut. Aber zurück zu meiner Overlock …

Inzwischen wohnt mein Schätzchen – eine Bernina L 450 – schon ein paar Monate bei mir und ich hab so einiges mit ihr genäht: Loops, Röckchen, Hosen, kleine Decken und einen Polster. Ich möchte Euch meine hochgeschätzte (oh ja, das ist sie!) Overlockmaschine gerne vorstellen und werde außerdem in Kürze ein Interview mit Nähmaschinen-Expertin Petra Neuhierl für Euch veröffentlichen, in dem viele interessante Fragen rund um Nähmaschinen beantwortet werden.dsc_1223

Nun aber zu meiner Bernina L 450. Was mir bei der Overlockmaschine in der Nähbar damals sofort aufgefallen ist: „Die näht superschnell!“ Irgendwie finde ich, dass Overlockmaschinen mit einem ganz anderen Tempo als „normale Nähmaschinen“ arbeiten und auch die Bernina L 450 überzeugt mit hoher Geschwindigkeit. Zudem bringt sie Funktionalität, Komfort und praktische Einstellmöglichkeiten mit, um bei jedem Stoff die richtige Naht zu erhalten. Ebenfalls toll sind zwei LEDs, die den Arbeitsbereich optimal be- bzw. ausleuchten – kann man supergut auf dem Bild sehen, oder? 😀 Total unsicher war ich offen gestanden, was das Einfädeln angeht (vier verschiedene Garnrollen!), aber auch das wird dank markierter Fadenführungen, einer Automatik für den Untergreifer und einem Handrad mit Positionsanzeige unkompliziert. Damit man die Arbeit zwischendurch nicht unnötig unterbrechen muss, gibt es ein Zubehörfach direkt im frontseitigen Greiferdeckel, das finde ich auch sehr praktisch. Für einen sauberen Arbeitsbereich sorgt ein Stoffauffangbehälter, den man aber auch abnehmen kann.

Die Bernina L 450 schneidet dünne wie dicke Stoffe mühelos (Sweat, Jeans und Filz haben wir bereits probiert) und näht und versäubert mit zwei bis vier Fäden in einem Arbeitsgang – man muss wirklich nur darauf achten, dass man den Stoff gleichmäßig „führt“, alles andere erledigt die Overlock mit bis zu 1.200 Stichen pro Minute. Unvorstellbar, oder?!
Für alle, die es ganz genau wissen wollen: Zu ihren 16 Stichmustern zählen neben der klassischen Overlocknaht noch Flachnähte, Rollnähte, Rollsaum, Piko- und Superstretch-Stiche sowie Kantenumschlinger.

Dank der patentierten mtc-Fadenkontrolle und Differentialtransport entstehen besonders saubere Nähte und Säume – wie bei gekaufter Kleidung.
dsc_1203Über einen Drehknopf wird die Fadenmenge für Rollsäume an der Stoffkante eingestellt und der Transporteur kümmert sich um eine gleichmäßige Führung für wellen- und faltenfreie Nähte. Differentialtransport und Stichlänge können selbst während des Nähens je nach Vorliebe oder Bedarf eingestellt werden. Hier muss ich aber ehrlich gestehen, dass ich die empfohlenen Richtwerte eingestellt habe bzw. mich immer an Angaben von erfahreneren NäherInnen verlasse – ich selbst habe das noch nicht so im Gefühl. Dadurch, dass man diverse Einstellungen selbst wählen kann, können natürlich auch dekorative Kräuselnähte oder elastische Abschlüsse (etwa an Stretch- und Strickware) forciert werden. Auch die Schnittbreite ist zwischen drei und neun Millimeter regulierbar, damit variable, auf das Nähgut abgestimmte Kanten und Abschlüsse erhalten werden. Dank des Fadenabschneiders an der Abdeckung der Bernina L 450 können Fäden außerdem mit einem Handgriff sauber und unkompliziert durchtrennt werden.

Ich persönlich weiß, dass diese Maschine noch viel mehr kann, als ich im Stande bin durchzuführen – aber ich weiß, dass ich mit diesem Modell einen echten Profi an meiner Seite habe und in meinem Tempo immer wieder etwas dazulernen und ausprobieren darf. Besonders toll ist übrigens, dass sogar mein Mann ab und zu mit mir näht oder wir gemeinsam etwas umsetzen. Das hat sich so ergeben, weil er mir immer beim Einfädeln geholfen hat. Jaaa … ich weiß … an sich wäre das bei dieser Maschine super erklärt und gar nicht so schwer, wie man meinen würde. Aber ich bin einfach so ungeduldig und naja, er ist auch einfach geschickter als ich! 😉dsc_1207 Jedenfalls sagte er eines Abends, dass er auch gern mal eine Naht nähen würde und daraus wurde dann ein Loop-Schal für unseren Sohn! Vielleicht unterschätzen wir unsere Männer, denn an sich sind die meisten ja MASCHINENbegeistert?! 😀

Fotocredits: Privat & Pixabay

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