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Familienzuwachs (Teil 1): Familienplanung

 

Fast alle Eltern stellen sich irgendwann die Frage: „Wie wäre es mit noch einem Geschwisterchen?“

Rasselbande oder doch lieber ein Einzelkind? Ein weiteres Familienmitglied bedeutet neue Herausforderungen für jede Familie. Es gibt viele Fragestellungen und Unsicherheiten, die nun oft ganz anders als beim ersten Kind sind. Zudem ändert sich der Familienalltag, die Zeit für traute Zweisamkeit wird knapper und die eigenen Bedürfnisse sollten auch nicht nicht ganz untergehen.

Familienzuwachs: Zwei sind mehr als eines.

Familienzuwachs: Zwei sind mehr als eines.

Vieles ändert sich

Zwei Kinder sind nun mal mehr als eines. Das ändert vieles – aber nicht alles“, weiß Nathalie Klüver, Autorin und selbst Mutter. Im soeben erschienenen Buch „Willkommen Geschwisterchen – Entspannte Eltern und glückliche Kinder“, Trias Verlag, befasst sich Klüver mit einer Vielzahl an Fragen, die wohl jeden quälen, der über Familienplanung nachdenkt: Wie bereiten wir uns auf das Baby vor? Wie schaffen wir es, dass sich Eifersucht und Streit in Grenzen halten? Können wir es beeinflussen, ob unsere Kinder einmal Freunde oder Rivalen werden?

„Ich möchte zeigen, dass solche Fragen ganz normal sind, wenn das zweite Kind kommt. Dass ein gewisses Chaos – im Haushalt und in den Gefühlen! – einfach dazugehört“, so Klüver. Natürlich wird die Zeit für sich selbst knapper, das Ordnunghalten schwieriger. Doch zwei Kinder bedeuten nicht zwangsläufig doppelt so viel Arbeit, aber noch mehr Elternglück.

Familienzuwachs: Der ideale Altersabstand?

Meist dauert es zwei bis drei Jahre, bis sich das Familiengefüge neu eingependelt hat. Doch die Veränderung von einem auf zwei Kinder ist in der Regel wesentlich geringer als, als von null auf eins. Wichtig ist vor allem, dass man immer wieder definiert, was wichtig ist. Ob der Fußboden stets blitzblank war, wird später kaum jemanden interessieren. Die Kinder werden sich aber sicher ans Kekse backen oder Vorlesen erinnern.

Den perfekten Altersabstand für Geschwister gibt es nicht. Entwicklungspsychologen halten eine Spanne von drei Jahren für ideal. Doch das muss jede Familie für sich selbst entscheiden  – abgesehen davon kann das Timing nicht immer bestimmt werden.

Zeit mit Kindern verbringen statt nur Hausputz machen.

Gelassen bleiben: Der Hausputz kann warten.

Minimum ein halbes Jahr

Zumindest bei der unteren Grenze gehen die Meinungen nicht auseinander: Mindestens sechs Monate sollten Frauen warten, bevor sie erneut versuchen schwanger zu werden. Frauenärzte raten sogar zu einer Unterbrechung von einem Jahr, damit sich der Körper regenerieren kann.

Studien legen eine Pause von 18 bis 23 Monaten nahe, da es hier die wenigsten Komplikationen in der zweiten Schwangerschaft gibt. Manche Eltern planen bewusst einen größeren Abstand beim Familienzuwachs, da das erste Kind bereits im Kindergarten oder gar in der Schule ist.

Freund oder Feind?

Man weiß, dass die Konkurrenz unter Geschwistern mit einem Altersabstand von über vier Jahren meist schwächer ausgeprägt ist. Je älter das erste Kind ist, desto mehr kann es in die Pflege des Babys miteinbezogen werden. Natürlich soll es den Babysitter nicht ersetzten und sich nicht ausgenutzt vorkommen.

Wenn man seinem Kind ein Geschwisterchen ankündigt, muss das unbedingt altersgerecht erfolgen. Kinder unter zwei Jahren bemerken den dicker werdenden Bauch der Mama Anfangs nicht. Sie haben auch kein Zeitgefühl und daher bringt es nichts, wenn man sagt: Du bekommst bald oder in sieben Monaten eine Schwester.

Kann man Rivalität steuern?

Konkurrenzkampf: muss nicht sein …

Wie lange sind sieben Monate?

Ein erstes Zeitgefühl entwickeln Kinder meist erst um den dritten Geburtstag herum. Besser man hilft sich mit Formulierungen: Im Sommer, wenn es warm ist… oder wenn die Blätter abgefallen sind. Das Kind sollte jedoch nicht das Gefühl haben, als Letztes die Neuigkeit zu erfahren. Daher sollte das auch im Familien- und Freundeskreis abgesprochen werden, damit das Kind nicht mit Fragen, wie: „Freust du dich auf das Baby?“ verunsichert wird.

Wenn der Familienzuwachs da ist …

Fortsetzung folgt: Im zweiten Teil verrät uns Nathalie Klüver wie es weitergeht, wenn das Geschwisterchen auf der Welt ist, wie man dem älteren Kind gerecht wird, was es mit dem Entthronungs-Trauma auf sich hat und warum Kuscheln angesagt ist. Dazu gibt es Tipps, wie (zumindest kleine) Auszeiten möglich sind.

Zum Nachlesen: Unterhaltsam,mit Erfahrungsberichten und vielen Tipps.

Zum Nachlesen: Unterhaltsam,mit Erfahrungsberichten und vielen Ratschlägen.

 

Weitere Infos rund um das Thema Familie gibt es bei einer Initiative des Bundesministeriums für Familien und Jugend (KLICK)!

 

Fotos: © beigestellt, pixabay

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