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Ernährung Kleinkinder: Die ersten 3 Jahre entscheiden!

Die Rolle der Eltern als Vorbild und warum die Ernährung in den ersten drei Jahren auf die Gesundheit so viel Einfluss hat.

Schoko-Pudding oder doch lieber Obstsalat? Wenn die Eltern zur gesunden Variante greifen, werden  ihre Kinder es ihnen in der Regel nachmachen. Wie wichtig die Rolle der Eltern als Ernährungs-Vorbild ist, und damit auch für die spätere Gesundheit der Kids, hat eine aktuelle Studie bestätigt.

Basis für Gesundheit wird früh gelegt

Den wenigsten Eltern ist bewusst, dass eine ausgewogene Ernährung in den ersten drei Lebensjahren mitentscheidend für eine gesunde Zukunft ihrer Sprösslinge sein kann. Untersuchungen zeigen, dass gerade in dieser Zeit die Basis für eine gesunde Entwicklung gelegt wird. Das bedeutet, dass hier auch das Risiko für spätere Erkrankungen, wie Übergewicht oder Adipositas, beeinflusst wird.

Kleinkinder essen oft die gleiche Hauptmahlzeit wie die Großen.

Kleinkinder essen oft die gleiche Hauptmahlzeit wie die Großen.

Während der Phase des Stillens oder der Fläschchen-Zeit, ist es kein Thema, was auf den Tisch kommt. Doch was ist später? Etwa 60 Prozent der zwei- bis dreijährigen Kinder essen in der Regel die gleichen Hauptmahlzeiten wie ihre Eltern. Wir Großen sollten uns also bewusst, sein, dass wir Vorbild für den Nachwuchs sind. Kinder lernen so wie überall anders auch von ihrem gesamten Umfeld, das heißt von Eltern, Großeltern, Geschwistern, BetreuerInnen oder PädagogInnen.

Kindliche Bedürfnisse kommen zu kurz

"Wenn Kleinkinder gemeinsam mit der Familie am Tisch sitzen und essen, nehmen sie hŠufig auch deren ErnŠhrungsgewohnheiten an".

Prof. Dr. Rust: „Kleinkinder haben spezielle Bedürfnisse.“

„Wenn Kleinkinder gemeinsam mit der Familie am Tisch sitzen und essen, nehmen sie häufig auch deren Ernährungsgewohnheiten an“, betont die Ernährungswissenschaftlerin, Prof. Dr. Petra Rust, vom Department für  Ernährungswissenschaften an der Universität Wien. „Dabei wird leider oft nicht darauf geachtet, dass gerade in den ersten 1.000 Lebenstagen die Ernährung eines Kindes entscheidend für eine gesunde Zukunft ist, und die Kinder in dieser Phase auch spezielle Bedürfnisse haben, die nicht immer erfüllt werden.

Dabei nehmen die Eltern die Ernährung der Kinder nicht auf die leichte Schulter. „Leider fehlt es oft an der praktischen Umsetzung des theoretischen Wissens. Es fehlt an Ideen, wie eine bedarfsgerechte, gesunde Ernährung speziell in dieser Phase zu gestalten ist“, so Prof. Rust. Über 40 Prozent der zwei- bis dreijährigen Kinder essen zwar mehrmals täglich Obst, jedoch nimmt nur jedes vierte Kind Milchprodukte zu sich und gar nur jedes fünfte Kind konsumiert mehrmals täglich Gemüse.

Wir haben bei der Ernährungs-Expertin nachgefragt

Was muss ich über Vitamine & Co wissen?

Prof. Rust.: Vitamin D und Calcium sind wichtig für den Knochenaufbau, Eisen als essentieller Bestandteil von Hämoglobin benötigt der Körper für die Entwicklung des Kleinkindes. Auf ausreichende bzw. ergänzende Vitamin D Versorgung sollte vor allem geachtet werden, wenn es zu einer zu geringen Aufenthaltsdauer im Freien kommt, oder hoher Sonnenschutz verwendet wird. Die Bewegung an der frischen Luft gilt aber dennoch als essentiell für ein optimales Knochenwachstum.

Welche Rolle spielt die Ernährung für das Immunsystem?

Prof. Rust.: In den ersten drei Lebensjahren entwickelt sich das Immunsystem rasant. Vitaminreiche Ernährung ist wichtig, um die Entwicklung der eigenen Immunabwehr maximal zu unterstützen. Eine optimale Versorgung mit den Vitaminen A, C und D sowie Spurenelementen sollte daher besonders in dieser Lebensphase gewährleistet sein.

Viel Obst und Gemüse in den Speiseplan einbauen!

Viel Obst und Gemüse in den Speiseplan einbauen!

Was bedeutet bedarfsgerechte Ernährung für Kinder?

Eine abwechslungsreichen Auswahl an:

  • Obst
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorngetreide
  • Fisch
  • mageres Fleisch
  • Milchprodukte

Dies ist nicht nur hinsichtlich einer optimalen Nährstoffversorgung wichtig, sondern auch um neue Geschmacksrichtungen und Texturen kennen zu lernen. Auf Zucker, Salz und Gewürze kann verzichtet werden.

Achtung bei der gesunden Ernährung von Kindern: „Portionsgrößen müssen dem Alter angepasst werden. Unter einer Portion versteht man – eine Portion so groß wie eine Kinderhand“, führt Prof. Rust aus.

 

FOTOS: beigestellt, pixabay.com

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