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Einstein durch Stillen?

Muttermilch macht nicht nur satt, sondern auch noch schlau. Die Experten vom forum. ernährung heute (f.eh), dem Verein zur Förderung von Ernährungsinformation, meinen: Richtig ernährte Säuglinge sind intelligenter!

Muttermilch ist gesund, soweit ist alles klar. Dass sie aber auch noch intelligent macht, ist ein weiterer Vorteil, der für das Stillen spricht. Denn: Muttermilch gilt als die beste „geistige“ Nahrung für eine gute Entwicklung des kindlichen Gehirns.

„Muttermilch versorgt den Säugling von Natur aus optimal mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen wie beispielsweise langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren“, so Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des f.eh. im Vereins-eigenen „Magazin ernährung heute“. „Insbesondere diese Fettsäuren werden mit einer gesunden Entwicklung der Nervenzellen, der Retina und des Gehirns in Zusammenhang gebracht.“

Fett, aber das richtige

Mit einem Wort: Das richtige Fett macht gescheit. Und dabei ist die positive Wirkung auch noch langfristig. Sechsjährige Kinder, die als Säuglinge in den ersten vier Monaten gestillt wurden oder eine Anfangsnahrung angereichert mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhielten, schneiden in Intelligenztests besser ab.

Auch was Mama isst, hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung der Intelligenz des Nachwuchses: Zweimal pro Woche sollte fetter Seefisch (wie Lachs, Hering oder Makrele) mit seinen reichlich langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf dem mütterlichen Speiseplan stehen. Das Resultat: Kinder sollen mit drei Jahren ein besseres Sprachverständnis zeigen. Weiters sind pflanzliche Fette wie Lein-, Walnuss- oder Rapsöl empfehlenswert.

Steigerung der weißen Gehirnsubstanz

Auch Laktose, Eisen, Cholesterol und Cholin sind in der Muttermilch wichtige Energielieferanten. Darüberhinaus sind sie Bausteine für körpereigene Substanzen. Sie spielen eine Rolle im Stoffwechsel und bei der Signalübertragung. Eine amerikanische Studie (unter Verwendung von Gehirn-Magnetresonanztomographie) lieferte mögliche Hinweise, dass ausschließliches Stillen im Vergleich zu nicht oder nur teilweisem Stillen das Wachstum der weißen Gehirnsubstanz um 20 bis 30 Prozent steigern kann.

Die weiße Gehirnsubstanz umfasst fettreiche Membrane der Nervenfasern, die wesentlich für eine schnelle Signalleitung sind. Auch hier ist die positive Wirkung von Dauer: Mindestens drei monatiges Stillen führte im Alter von zwei Jahren zu einer verbesserten Entwicklung von Gehirnregionen, die für Sprache, Emotionen und Kognition zuständig sind. Säuglinge, die länger als ein Jahr gestillt wurden, zeigten darüber hinaus ein signifikant erhöhtes Hirnwachstum in den Arealen für Motorik.

„Die frühkindliche Ernährung ist ohne Zweifel wesentlich für ein gesundes Wachstum und die Funktionsfähigkeit des Gehirns – aber auch andere Umweltfaktoren spielen eine wesentliche Rolle. Körperliche Nähe und die emotionale Beziehung zu den primären Bezugspersonen, stimulierender Augenkontakt oder die Kommunikation mit Babys fördern ebenfalls die geistigen Fähigkeiten“, so Gruber.

Fotos: © Danone

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  1. […] Stillen ist zweifelsohne das Beste für das Baby. Mit der Muttermilch bekommen Säuglinge die perfekte Nahrung: altersgerecht sowie gut verdaulich. Hygiene und Temperatur passen auch optimal. Trotzdem hören viele Frauen bereits nach wenigen Monaten damit auf. Für viele ist unter anderem eine ablehnende Haltung in der Öffentlichkeit der Grund dafür. Dabei tut die Muttermilch dem Baby in vielerlei Hinsicht gut. Sie stärkt das Immunsystem und macht schlau (mehr darüber lest Ihr hier weiter). […]

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  3. […] Muttermilch ist ein wahrer Wundertrank für Babys und viele Frauen möchten auch gerne stillen, sind aber unsicher und haben zudem viele Fragen.  […]

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