Bitte schlaf doch endlich!!! Sanfte Wege zum Durchschlafen

Durchwachte Nächte, zermürbte Eltern und weinende Babys müssen nicht sein. “Schlafen statt schreien” lautet unser Buchtipp, um die Kleinen liebevoll in den Schlaf zu begleiten.

Wir probierten die „Schreien-lassen-Methode“ aus (…). Mein Sohn schrie vier Stunden lang durch, schlief bis gegen 2.30 Uhr und schrie dann bis zum Morgen, bis ich ihn um 6 Uhr schließlich aus seinem Bettchen holte. Es war eine absolute Tortour!“ So schildert die Mutter eines neun Monate alten Buben ihren Versuch, das Baby mit dieser Methode an ein nächtliches Durchschlafen zu gewöhnen.

Der Wunschtraum vieler Eltern: Es ist Nacht und das Baby schläft.

Problem Nr. 1: Durchschlafen

Ein- und Durchschlafschwierigkeiten ihres Babys sind für fast alle Eltern das Problem Nr. 1. Denn Schlafmangel beeinträchtigt den Alltag und die Leistungsfähigkeit. Frust und Verstimmungen folgen. Doch das nächtliche Elternmartyrium muss nicht sein. Um Nachteulen ans Schlafen zu gewöhnen praktizieren Eltern meist entweder die „Schreien lassen“ – Methode oder sie kümmern sich stets aktiv um das Kind, egal zu welcher Nachtzeit. Beide Strategien sind für viele Eltern unbefriedigend und sind selten von Erfolg gekrönt.

Dass es auch anders geht, zeigt Elizabeth Pantley, Familienberaterin und vierfache Mutter. Sie hat zahlreiche Strategien und Tipps zusammengestellt. Sie hat nach einem „sanften“ Weg gesucht, „zwischen nächtlicher Nichtbeachtung des Babys und tagtäglicher Erschöpfung“, so die Autorin. Zudem legt sie Wert darauf, den Bedürfnissen des Kindes und denen der Eltern Rechnung zu tragen.

Ein wenig Geduld, Checklisten und Schlafprotokolle führen zu ruhigen Nächten.

Auch beim Schlafen gilt: Jedes Kind ist anders

In zehn Schritten führt sie Eltern zu ihrem individuellen Einschlaf-Programm. Geduld ist natürlich gefragt, doch die Bilanz mit ihren „Testmüttern“ kann sich sehen lassen. Zu Beginn schlief keines der Babys durch. Nach zehn Tagen waren es bereits über 40 Prozent, nach 20 Tagen knapp über die Hälfte. Über 90 Prozent waren es schließlich nach 60 Tagen. „Durchschlafen“ meint hier mindestens fünf Stunden durchgehenden Schlaf. Wobei sich diese Phase im Lauf der Zeit auf teilweise neun bis 13 Stunden am Stück ausgedehnt hat.

Einfach und zuverlässig sollen Eltern mit dem Ratgeber “Schlafen statt Schreien” erkennen, was Ihr Baby gerade braucht und was auch Ihnen guttut. Mit vielen Checklisten und Schlafprotokollen (auch zum Download) will Pantley ganz leicht zu einer persönlichen Strategie verhelfen. Denn jedes Kind ist anders. Oft führen nämlich schon Kleinigkeiten zum Erfolg.

In 10 Schritten zum Durchschlafen nach Pantley

  • Schritt 1: Machen Sie einen Sicherheitscheck
  • Schritt 2: Alles Wichtige rund um den Schlaf
  • Schritt 3: Erstellen Sie individuelle Schlafprotokolle
  • Schritt 4: Analyse und Auswahl der besten Schlaflösungen
  • Schritt 5: Stellen Sie Ihren individuellen Schlafplan auf
  • Schritt 6: Halten Sie sich zehn Tage an diesen Plan
  • Schritt 7: Erstellen Sie ein Zehn-Tages-Schlafprotokoll
  • Schritt 8: Analysieren Sie die Fortschritte
  • Schritt 9: Setzen Sie Ihren Schlafplan zehn weitere Tage um
  • Schritt 10: Vervollständigen Sie das Schlafprotokoll, analysieren Sie Ihren Erfolg und passen Sie den Plan, wenn nötig, alle zehn Tage an

Damit die Nacht nicht länger zum Tag wird gibt es hier zahlreiche Tipps.

Buchtipp: Elizabeth Pantley , Schlafen statt Schreien, Das liebevolle Einschlafbuch. Trias Verlag, 3. Aufl. 2019. ISBN: 978-3-432-10926-8. Was wir praktisch finden: inkl. Audio-CD zum direkt Loslegen – mit Entspannungsübungen und Schlafliedern!

Foto©: pexels.com, h.fiegl (Buchcover. Buch von trias zur Verfügung gestellt)

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