Unterstützung für Kids UND Eltern

Sich für eine beziehungsorientierte Erziehung zu entscheiden bedeutet nicht, die Augen vor Problemen zu verschließen. Aber es kann enorme Kraft schenken, uns den Rätseln, die unsere Kinder uns täglich aufgeben, mit positiver Zuversicht zu stellen. Damit reihen wir uns in die Gruppe derjenigen ein, die sich dafür engagieren, die Welt zu einem besseren Ort für unsere Kinder zu machen.“ (Magª Heike Podek)

Kürzlich habe ich mich mit Magª Heike Podek getroffen. Sie ist selbst Mama von zwei Töchtern, Erziehungswissenschaftlerin, Familiencoach, Seminarleiterin und die Frau hinter Beziehungsorientiert.

  • Hallo Heike, bitte stell Dich und Dein Business kurz vor!

    Hallo Marion, Du hast ja schon gesagt, mein Name ist Heike Podek, ich bin verheiratet und habe zwei Mädchen (eine leibliche Tochter und eine Pflegetochter). Wer mich sprechen hört, erkennt sofort, dass ich ursprünglich aus Deutschland komme … 😉
    Ich habe dort Erziehungswissenschaften mit Nebenfach Psychologie studiert, dann einige Jahre mit Kindern mit häuslichen Gewalterfahrungen gearbeitet, bis ich schließlich auf einer Fortbildung meinen Mann kennenlernte. Inzwischen lebe ich seit 13 Jahren in Österreich im schönen Burgenland. In meiner privaten Coachingpraxis in Bad Sauerbrunn (aber auch via Video oder Mail) unterstütze ich Eltern und Familien dabei, wie sie ihre Kinder beziehungsorientiert durch ihre Kindheit, besonders in schwierigen Phasen und Krisen, begleiten können.

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    “Beziehungsorientiert” – Pädagogin und Coach Heike Podek

  • Du arbeitest mit Familien mit einem beziehungsorientierten Ansatz. Erzählst Du uns, warum Dir das so wichtig ist?

    „Beziehungsorientiert“ ist für mich eine Einstellung zum Leben und zu meinem Gegenüber und bedeutet anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Gerade in der Familie und zu den eigenen Kindern finde ich das besonders wichtig. Da sollte es zwischen Eltern und Kindern keine Machtkämpfe und keine Gefühle von Druck und Angst geben, sondern eine vertrauensvolle Beziehung, die auf gegenseitiger Wertschätzung und Respekt basiert. Ich glaube, dass wir Eltern nur so unsere Kinder wirklich gut auf ihrem Weg zu selbständigen, verantwortungsvollen und empathischen Menschen, begleiten können.

  • Was macht Dir an Deinem Job am meisten Spaß?

    Wenn Eltern zu mir kommen haben sie meist schon viel probiert, um ihr Problem zu lösen: Bücher gelesen, das Internet befragt, teils psychologische Diagnostiken erhalten und alles hat bislang nicht, oder nur mäßig geholfen. Durch meinen beziehungsorientierten Ansatz öffnen sich ganz neue Türen. Ich mag diese magischen Momente, wenn plötzlich zwischen Eltern und Kindern etwas ganz leicht geht, was vorher unmöglich schien.

  • Welchen Herausforderungen musst Du Dich im Umgang mit Deinen Kunden stellen?

    Viele Eltern haben Angst, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil sie nicht als schlechte Eltern bewertet werden wollen. Sie haben auch Sorge, dass Coaching ähnlich ist, wie Therapie und sie oder ihr Kind damit in gewisser Weise als „psychisch krank „gelten. Nicht zuletzt fürchten sie, dass im Coaching nicht mehr passiert, als in einer klassischen Beratung: Sie kommen und ich sage, was sie tun sollen. Tja und das haben sie ja meist eh schon und es hat nichts geholfen … warum also dann Zeit und Geld investieren.

  • Interessant, aber was ist denn bei Deinem beziehungsorientierten Coaching der entscheidende Unterschied zu Beratung oder Therapie?

    Die Abgrenzung ist eigentlich ganz einfach: In einer Beratung bekommen die Eltern Informationen und Ratschläge, wie sie handeln sollen. Das Problem ist dann meist die Umsetzung, die nicht gelingt.

    Das Ziel von Psychotherapie ist die Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen. Also etwas ganz anderes.

    Daher ist Coaching auch in keinster Weise gleichzusetzen mit Beratung oder Therapie. Der Ansatz von meinem beziehungsorientierten Coaching ist nicht Defizite von Kindern oder Eltern aufzuzeigen. Es ist also auch nicht wichtig, ob die Diagnose AD(H)S oder Wahrnehmungsstörung lautet. Ob das Kind den Aufkleber „(verhaltens-) auffällig“ oder „unangepasst“ trägt. Ob es autistische Merkmale aufweist, hochsensibel oder hochbegabt ist.

    Vielmehr geht es darum, mit Hilfe von effektiven und wirksamen Coachingmethoden bei meinen Klienten anhaltende Veränderungen, von Persönlichkeit, Einstellung, Überzeugungen und Verhalten zu erzielen, die zu einem glücklichen und vertrauensvollen Familienleben führen.

  • Und wie genau kann ich mir dann ein Coaching bei Dir vorstellen?

    Normalerweise melden sich die Eltern bei mir telefonisch oder per email und wir machen uns einen Termin für ein kostenloses telefonisches Erstgespräch aus. Bei dem können wir uns kennenlernen und herausfinden, ob ich für das jeweilige Problem hilfreich sein kann. Dann wird entschieden, ob per Live Coaching in der Praxis, Coaching per Telefon/ Video oder Emailcoaching gearbeitet wird. Gemeinsam geht es dann an die Umsetzung der Wünsche und Ziele der Familie. Oft stehen den Eltern eigene Blockaden im Weg oder sie fallen in alte Muster ihrer eigenen Kindheit zurück. Diese werden durch effektive Coachingmethoden bearbeitet und aufgelöst, so dass es Eltern danach gelingt angemessen auf die Bedürfnisse ihres Kindes einzugehen.

  • Ok, und das funktioniert wirklich? Also dass sich so Dinge einfach verändern?

    Ja das funktioniert wirklich gut. Meistens haben wir bestimmte Gefühle oder Verhaltensweisen von unseren Eltern gelernt. Im Alltag treten die oft nicht zu Tage, aber gerade wenn wir in Stresssituationen an unsere Grenzen stoßen, fallen wir in diese alten und vertrauten Muster zurück die wir von unseren Eltern automatisch „abgeschaut“ haben. Diese Prozesse laufen komplett unbewusst ab und passieren einfach spontan und impulsiv. Leider wird uns oft eingeredet, dass es nur sehr langsam und mühsam gelingen kann, solche Muster hinter sich zu lassen, so dass sich viele Eltern gar nicht vorstellen können, dass das möglich ist. Hier kommen dann die Veränderungsprozesse aus dem Coaching ins Spiel.

  • Und wie lange dauert so ein Coaching bei Dir?

    Ganz pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen, aber ich arbeite sehrkurzzeitorientiert mit meinen Familien. Manchmal reicht schon eine einzige Sitzung, meist sind es mehrere. Statistisch sehe ich meine Familien durchschnittlich 5,4 Mal.

  • Mit welchen Themen treten Eltern an Dich heran?

    Eltern kommen mit vielen alltäglichen Themen, bei denen sie das Gefühl haben, dass ihr Kind nicht der „Norm“ entspricht, „auffällig“ ist, oder sie fühlen sich schlicht und einfach überfordert, gerade in den Bereichen wie Schlafen, Essen, Wutanfälle, Medienkonsum u.ä. Oftmals fühlen sie sich selbst hilflos, stoßen an ihre Grenzen oder haben keine Ideen mehr, was sie noch alles machen können.

    Viele begleiten ihre Kinder von Anfang an bedürfnisorientiert und stellen dann ab ca. zwei Jahren fest, dass ihr Kind sich zu einer eigenen kleinen Persönlichkeit entwickelt und ihre Bedürfnisse plötzlich sehr im Gegensatz zu denen ihrer Eltern stehen und es folglich zu Konflikten kommt. Auch wenn es zu Hause unter Geschwistern ordentlich kriselt und ständige Streitereien und/oder Handgreiflichkeiten auf der Tagesordnung stehen, wenden sich Eltern hilfesuchend an mich. Einige Familien werden vom Kinderarzt, dem Kindergarten oder der Schule geschickt, weil die Kinder dort durch ihr Verhalten oder durch Verweigerung, wie z.B. Teilnahme an Aktivitäten, Unterricht,  HÜ oder Schulbesuch auffallen.

  • Wann macht es denn Sinn zu kommen? Wenn der Hut brennt, oder schon vorher?

    Version 2

    Heike Podek

    Leider kommen viele Eltern, wie oben ja schon angedeutet aufgrund ihrer Angst vor negativer Bewertung tatsächlich erst dann, wenn der Hut brennt oder sie schon einige Stationen hinter sich gelassen haben (Kinderarzt, psychologische Diagnostik, Therapie für die Kinder u.ä.) und bringen jede Menge Frust mit, weil ihnen bislang nicht geholfen werden konnte. In solchen Krisensituationen ist es natürlich viel schwieriger zu arbeiten, weil es in erster Linie mal darum geht, die Krise zu beruhigen, bevor die eigentliche Arbeite starten kann. Besser ist es gleich zu kommen, wenn man das Gefühl hat, dass irgendwas gerade schief läuft, spätestens aber, wenn sich über einen gewissen Zeitraum (4-6 Wochen) keine Veränderung abzeichnet.

    Daher mein Appell: Im Zweifelsfall lieber einmal zu früh anrufen als zu spät. Denn im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch lässt sich am besten klären, ob wirklich Bedarf für ein Coaching besteht, oder es vielleicht nur einen kleinen Tipp in die richtige Richtung braucht.

Ich danke Dir Heike für den Einblick in Deine Coachingpraxis und freue mich schon auf die nächste gemeinsame Zusammenarbeit. Wer noch weitere Informationen über Heike und ihre Angebote haben möchte, kann sich auf ihrer Facebookseite (KLICK!) oder auf ihrer Homepage (KLICK!) umschauen.

Fotocredits: Heike Podek, Pixabay.com

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